WATCHMARKETEER

Der deutsche Marketing-Blog für Luxusuhren

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Der Markt der Luxusuhren, Teil 5: Ausblick für die Uhrenindustrie

Die aktuelle Absatzkrise der Luxusuhrenindustrie, hervorgerufen vor allem durch die Zurückhaltung der Käufer in Hongkong, China und die chinesischen Touristen, wird langsam abflachen, indem sich die Hersteller verstärkt anderen Märkten und neuen Produkten zuwenden. Der Boom, der die genannten Märkte in den letzten Jahren kennzeichnete, wird so allerdings nicht zurückkehren. Es ist nicht zu erkennen, dass der Wegfall dieser Boommärkte schnell durch neu aufkommende große Boommärkte (z.B. Indien) kompensiert werden könnte.

Bei vielen Anbietern von Luxusuhren wird die momentane wirtschaftliche Situation zu einer Bereinigung des Produktportfolios führen. Deshalb konzentrieren sich viele Uhrenhersteller auf neue Produkte zu moderateren Preisen. Die großen Luxusuhrenmarken werden weiterhin erfolgreich sein, wenn es ihnen gelingt, die lokale und globale Kundschaft mit wirklich begehrenswerten, vernünftig bepreisten Uhren zu überzeugen.

Zukünftig werden die Marken auch weiterhin ihren Konzessionären dabei helfen, neue Modelle einkaufen zu können, indem sie schwer verkäufliche Ware aus deren Lägern zurücknehmen (dieser Prozess hat schon längst begonnen).

Bestimmt wird der Luxusuhrenmarkt weiterhin in erster Linie von Schweizer, in zweiter Linie von deutschen und in dritter Linie von japanischen Herstellern. Die Zukunft der Luxusuhren wird fast ausschließlich mechanische Werke beinhalten. Im Bereich Smartwatches werden die Uhrenhersteller neue, zusätzliche Funktionen und attraktivere Designs entwickeln, um mit den großen Technologie-Konzernen mithalten zu können. Damit stellen sie nach wie vor eine wachsende Konkurrenz für Uhren im unteren und mittleren Preissegment dar.

Lesen Sie hier das vollständige eDossier „Der Markt der Luxusuhren“ auf Watchtime.net

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Schweizer Uhrenexporte im Dezember 2016: Leichter Abwärtstrend hält weiter an

Die Absatzzahlen der Schweizer Uhrenexporte konnten sich im Dezember weiterhin erholen, trotzdem bleibt der Gesamtbetrag im negativen Bereich. Mit einem gemeldeten Minus von 4,6 Prozent war es jedoch der flachste Fall im gesamten Jahr.

Dieses Ergebnis wurde negativ vom Rückgang der Zeitmesser aus Edelmetallen beeinflusst. Im Gegensatz dazu konnten die Uhren aus Stahl ein Wachstum verbuchen. Allgemein stieg die Gesamtstückzahl zum ersten Mal nach 18 Monaten leicht an. Dabei trugen die Kategorien „andere Metalle“ und „andere Materialen“ positiv dazu bei.

Die angestiegene Gesamtstückzahl, die im Dezember exportierte wurde, kann mit dem Preissegment 200-500 CHF erklärt werden. Diese Preiskategorie konnte nämlich ein Wachstum von 16,5 Prozent verbuchen. Dahingegen musste das Preissegment über 3.000 CHF einen nachhaltigen Rückgang verzeichnen.

Einige Märkte haben ein signifikantes Wachstum im letzten Monat des Jahres erreicht. Hong Kong gehörte leider nicht dazu, doch der Abschwung war nicht ganz so schwerwiegend im Vergleich zum Jahresdurchschnitt. Dafür hat die USA im Dezember mit einem anhaltenden Wachstum das beste Ergebnis im Jahr 2016 erreicht. Auch China bleibt weiter stark, seitdem sie im letzten Sommer ihren Aufschwung bestätigt haben. Außerdem war der Monat Dezember für den japanischen Markt vorteilhaft, obwohl der generelle Trend im Land noch nicht eindeutig ist. Das bisher starke Wachstum des Vereinigten Königreichs flachte zum Ende des Jahres langsam ab.

Hier geht es zu den vollständigen (englischsprachigen) Statistiken

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Die ersten Prognosen im chinesischen Luxusmarkt für 2017

Die weltweiten Luxuseinkäufe werden je nach Brancheneinschätzung zu 30-50 Prozent von Chinesen getätigt. Trotz der diesjährigen Kaufzurückhaltung bei chinesischen Luxuskunden, bilden sie immer noch eine der wichtigsten Kaufkräfte im Luxussektor.

Das chinesische Wirtschaftswachstum in der Luxusbranche wurde durch verschiedene Faktoren geschwächt. Auf der einen Seite ist es die starke Nachfrage auf dem Graumarkt und von Produktfälschungen. Hinzu kommt die bestehende Angst der eigenen Reisesicherheit durch Terroranschläge in Europa. Mit diesen wirtschaftlichen und politischen Problemen musste sich die Industrie auseinandersetzen.

Obwohl in diesem Jahr auch wieder der inländische Konsum in China gestiegen ist, bevorzugen die chinesischen Luxuskäufer immer noch den Einkauf von Luxusgütern im Ausland. In dem Zusammenhang fand die Studie von ContactLab heraus, dass der prozentuale Anteil von Luxuseinkäufen im Ausland im ersten Quartal 2016 von 43 auf 40 Prozent gesunken ist. Diese leicht negative Entwicklung kann auf mehrere Gründe zurückgeführt werden. Zum einen durch das Eingreifen der Regierung bei Graumarkt-Schmugglern und zum anderen durch Änderungen in der Einfuhrzollpolitik für Reisende, Importeure und grenzüberschreitende Online-Händler. Außerdem haben sich Luxusmarken dazu entschieden, die chinesischen Preise global anzugleichen. Dadurch sollen mehr Steuereinnahmen generiert und der Handel von Luxusmarken auf dem Graumarkt reduziert werden.

Obgleich die Ausgabebereitschaft im eigenen Land gestiegen ist, werden sie nicht aufhören ihre Luxuseinkäufe im Ausland zu tätigen. Einer der Hauptgründe sind die weltweiten Währungsschwankungen. Trotz der neuen Tarifpolitik in China sind die Preise von Luxusprodukten immer noch höher als in anderen Ländern. Hinzu kommt, dass die Chinesen sehr Preis bewusst sind und auf die globalen Wechselkursschwankungen achten.

E-Commerce spielt für das generelle Wachstum eine wichtige Rolle und richtet sich immer stärker auf Mobile aus. Mittlerweile sind in China bereits 80 Prozent der Luxusmarken auch online verfügbar. Trotzdem haben noch knapp 25 Prozent der Uhren- und Schmuckmarken keine E-Commerce-Plattform. Für die Umsätze über Mobile Commerce ist für 2016 ein geschätztes Wachstum von über 50 Prozent vorausgesagt. Die Erwartungen für 2017 sind weiterhin positiv und prognostizieren, dass 60 Prozent aller E-Commerce Umsätze zukünftig über Mobile getätigt werden.

Die Anti-Korruptions-Kampagne wird auch in 2017 weitergeführt. Somit soll nach wie vor streng gegen Korruption vorgegangen und existierende Korruption reduziert werden.

Außerdem wird angekündigt, dass Social Media noch bildlastiger werden soll und das Wachstum von Anwendungen, wie Instagram, Live-Streaming und Video schneller ansteigen wird. Auf diese Bereiche werden sich auch die Marketing-Aktivitäten stark konzentrieren.

Hier geht es zum vollständigen (englischsprachigen) Artikel

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Die sechs wichtigsten Online-Marketing Trends 2016

Jedes Jahr entstehen neue Trends und Veränderungen im Online-Marketing. Durch die neuen Technologien und den damit verbundenen Innovationen ist dieser Bereich im ständigen Wandel. In der Gesellschaft ist die Aufnahme von neuen Technologien schneller als je zuvor. Somit ist auch die Kommunikation mit seinen Kunden zunehmend schneller geworden. Für den Werbetreibenden ist es notwendig eine gezielte Ansprache mit einer klar definierten Marketingstrategie zu entwickeln.

In den letzten Monaten haben sich unterschiedliche Trends hervorgehoben.  Ein sehr wichtiger Punkt ist die Wiedervermarktung von Inhalten geworden. Mit qualitativ hochwertigen Inhalten und Informationen wird Vertrauen zum Leser aufgebaut und die Bekanntheit der eigenen Marke gesteigert. Hinzu kommt der gesamte Bereich Social Media Werbung, der sich mit wachsenden sozialen Netzwerken zu einem wichtigen Werbeformat etabliert hat. Auf diesen Plattformen kann mittlerweile in kürzester Zeit eine hohe Reichweite erzielt werden. Außerdem gilt im Online-Marketing „mobile first“ und erfordert von den Unternehmen mobile Webseiten oder Apps. Ein ebenfalls sehr interessanter Trend ist die Verwendung von Wearables (tragbaren Computersystemen) im Online-Marketing. Dazu gehören Smartwatches, aber auch der Bereich „Augmented Reality“, der viele neue Möglichkeiten im Marketing bietet.

Als Werbungtreibender muss man die Entwicklungen im Online-Marketing beobachten. Doch nicht jeder Trend passt auch zu jedem Unternehmen und seinen Produkten. Deshalb ist eine Evaluation der neuen Möglichkeiten und Angebote notwendig, um diese sinnvoll in seine Marketingstrategie zu integrieren. Im nachfolgenden Artikel sind die sechs wichtigsten Online-Marketing Trends für 2016 von Mehroz Khan auf jeffbullas.com aufgelistet und ausführlich beschrieben worden.

Hier geht es zum vollständigen (englischsprachigen) Artikel

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Smartwatches: Ein Uhrentrend mit hohem Marktpotenzial?

In der Mai-Ausgabe der Goldschmiede Zeitung ist ein Artikel zum Thema Smartwatches und ihr Marktpotenzial erschienen. Für dieses Geschäftsfeld wird von Experten ein Millionenmarkt für die nächsten Jahre vorausgesagt. Im vierten Quartal 2015 wurden, laut der Bostoner Analysefirma Strategy Analytics, weltweit 8,1 Millionen Smartwatches verkauft.

Immer mehr Uhrenmarken wollen diesem Trend folgen und entwickeln innovative Ideen. Der Chef der Uhrensparte des Konzerns LVMH, Jean-Claude Biver, hat bereits die Faszination für Smartwatches vorausgesehen und im vergangenen Herbst eine „Tag Heuer Connected“ lanciert. Auch im Interview mit Chronos-Chefredakteur Rüdiger Bucher sieht er die Produkteinführung als großen Erfolg und schätzt die Chancen gegenüber der Konkurrenz gut ein. Ausschlaggebend für eine erfolgreiche Produkteinführung ist für Biver das Design, das sich von der Konkurrenz unterscheiden muss.

Die Exportzahlen der FHS zeigen durch ihren wertmäßigen Rückgang von 8,7 % eine aufkommende Kannibalisierung im unteren Preissegment (200-500 Franken). Besonders diese Marken müssen, laut Biver, im Bereich Connected Watches und Accessoires aktiv werden.

Viele Marken investieren bereits in Connected Watches und Wearables, die auf dem deutschen Markt gut ankommen. Christian Coenen, Geschäftsführer Fossil Deutschland, ist mit den Verkäufen der Smartwatches-Kollektion sehr zufrieden, da sie seine Erwartungen übertroffen haben. Laut Coenen „erschließt sich ein ganz neues Geschäftsfeld mit vielen innovativen Produkten. Man darf nicht vergessen, dass dieses Sortiment auch einen potenziellen Kundenstamm anspricht, der bislang den Weg zum Fachhändler noch nicht gefunden hat.“

Dirk Kolkmeyer, Geschäftsführer von Juwelier Kolkmeyer in Osnabrück, hält „dieses Segment für einen Vollsortimenter im Uhrenbereich für unabdingbar. Allerdings muss das Unternehmen hinter diesem Produkt stehen und auch eine gewisse Auswahl und Kompetenz präsentieren.“
Der klassische Uhren-Fachhandel steht durch diese neue Branchensituation mit den Elektronikfachhändlern im Wettbewerb. Für die niedrigeren Margen im Elektronikbereich sind die Juweliere bisher nicht ausgerichtet. Die Situation erfordert neue Geschäftsmodelle. Trotzdem glaubt Roland Kaulfuß, Geschäftsführer von Juwelier Krämer, dass es keine Verdrängung der mechanischen Uhr geben wird, solange die Kunden mit der „Faszination der mechanischen Uhr“ angesteckt werden.

(Quelle: Goldschmiede Zeitung, Ausgabe Mai 2016)