WATCHMARKETEER

Der deutsche Marketing-Blog für Luxusuhren

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Influencer-Marketing auf Basis einer gefälschten Reichweite: Influencer haben großen Anteil an „Fake Followern“

In unserer von Social Media geprägten Gesellschaft geht es Influencern vor allem um eines: Authentizität – eine echte Verbindung zu ihren Followern. Auf Grund dieser Verbindung werden häufig Influencer fürs Marketing rekrutiert, denn ihre Reichweite und die Tatsache, dass sie aktiv von ihren Followern kopiert werden macht sie zum perfekten Werbepartner.

Eine Studie des SRF Data hat Follower der 115 Top Schweizer Instagram Influencer untersucht und die Ergebnisse sind eindeutig: Fake Follower sind eine Tatsache – ein Drittel aller Follower sind nicht real! Die Reichweite für Werbung ist demnach deutlich kleiner als erwartet. Mindert das die Effektivität des Influencer-Marketings? Ist der Trend vielleicht sogar kurzlebiger als gedacht?

Im nachfolgenden Artikel lesen Sie die genauen Zahlen der Fake Follower pro Account sowie Stellungnahmen der Influencer zu diesem Theme. Viele beteuern, sich ihre Reichweite nicht zu erkaufen und geben die Verantwortung für Fake Follower an Instagram ab. Die Social-Media-Plattform beklagt wiederum, ihr fehle eine Lösung zur Handhabung falscher Profile.

 

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Erfolgreiches Influencer Marketing auf Instagram

Influencer Marketing ist alles andere als neu, aber wenn es um reichweitenstarke und kostengünstige Marketingkampagnen geht, ist es gefragt wie nie zu vor. In jeder Branche sind Meinungsmacher mit einer hohen Reichweite sehr interessant und werden für Marketing- und Kommunikationszwecke eingesetzt. Das Vertrauen der jeweiligen Zielgruppe zu den Influencern wird zur Steigerung der Glaubwürdigkeit der eigenen Marke verwendet.

Viele Unternehmensbeispiele auf Instagram zeigen, wie sich die Nutzung von Influencer Marketing positiv auf die eigene Markensichtbarkeit auswirkt. Instagram bietet für Unternehmen eine gute Möglichkeit für visuelle Produkt-Promotionen und vereint auf seiner Plattform mittlerweile schon über 40.000 Influencer. Anhand von fünf Praxisbeispielen, zeigt Kate Talbot in ihrem Artikel, welche unterschiedlichen Influencer Marketing Aktionen die Unternehmen für ihre individuellen Ziele nutzen können.

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Trends

Influencer Marketing – Im Interview mit Robert-Jan Broer: „You need to follow the consumer, not the brand“

Bereits im Juli berichtete der Watchmarketeer über die Macht der Influencer in der Luxusuhrenbranche. Ausgehend von dem darin beschriebenen Musterbeispiel (Speedy Tuesday) des erfolgreichen Influencers, Robert-Jan Broer, baten wir ihn um ein kurzes Interview.

Um das Thema Influencer Marketing wird derzeit heiß debattiert. Der Gründer des angesehenen Uhrenblogs „Fratellowatches“, Robert-Jan Broer, hat dazu eine ganz klare Meinung: Es gibt eine deutliche Diskrepanz zwischen tatsächlichen Influencern und Menschen die Influencer Marketing betreiben. Influencer eines Produktes oder einer Marke zu sein, bedeutet viel mehr, als lediglich den generierten Followern das Produkt zu vermarkten. Es geht um Authentizität, Herzblut und die wahre, selbst erlebte Geschichte.

 

Watchmarketeer: Was macht das Influencer-Marketing, insbesondere in der Luxusuhrenbranche, so erfolgreich?

Broer: Influencer Marketing funktionierte für eine ganze Weile. Doch die Konsumenten werden kritischer und zynischer – was deren Einstellung gegenüber dieser Art von Marketing betrifft. Momentan funktioniert das Influencer Marketing in der Modebranche noch recht gut. Jedoch macht es die Gesetzgebung diesen Modebloggern, den sogenannten „Fashionistas“, immer schwerer, die ausgewählten Produkte weiterhin zu promoten, ohne dass diese Giveaways als Einkommen angesehen werden. Für Luxusuhren funktioniert das Influencer Marketing nicht. Es gibt aber einen Unterschied zwischen Influencer Marketing und einem Influencer. Influencer Marketing ist eine Masche. Ein Influencer ist, laut Definition, keine Masche bzw. kein Trick.

 

Watchmarketeer: Welche Charakteristik und welche Qualitäten braucht Ihrer Meinung nach ein erfolgreicher Influencer?

Broer: Man muss eine wirkliche, reale Story zu erzählen haben – keine fingierte. Das ist es auch, woran Influecer Marketing in den meisten Fällen scheitert und mit enttäuschenden Ergebnissen endet. Als Influencer müssen Sie ein Experte in dem sein, was Sie tun. Die Fähigkeit besitzen, Ihre Botschaft an eine große Gruppe von Menschen zu übertragen und es schaffen, ein großes Publikum in eine gewisse Richtung zu bewegen.  Es braucht mehr als das Generieren (oder Kaufen) von Followern auf Instagram und das Aufdrücken von Produkten. Sie als Influencer müssen in der Lage sein, dem Publikum beweisen zu können, dass Sie aufrichtig sind und etwas über die Uhr zu sagen haben. Außerdem ist es notwendig, dem Tempo Schritt zu halten, sich in sein Publikum hinein zu versetzen und für das Produkt zu stehen. Ein Beispiel dafür: Lassen Sie Taten sprechen! Die Menschen müssen sehen, dass Sie Ihr eigenes Geld in diese eine Uhr investieren – dann glauben sie Ihnen.

 

Watchmarketeer: Planen Sie nach dem Erfolg der Speedy Tuesday Edition eine Zusammenarbeit mit anderen Uhrmarken? Und falls ja, welche Art der Kooperation würden Sie bevorzugen?

Broer: Nein, tue ich nicht. Es würde für uns keinen Sinn ergeben, uns beispielsweise etwas mit einer Baume & Mercier limited Edition oder sogar einer IWC limited Edition einfallen zu lassen. Das würde außerdem die „Speedy Tuesday Watch“ schwächen. Wir geben, diesen Marken gegenüber, eine neutrale Berichterstattung. Deswegen haben wir für alldiejenigen auch keine authentische Sammlergeschichte, die wir unserem Publikum über diese Uhren erzählten könnten – so wie wir sie für die Speedy Tuesday haben. Speedy Tuesday wurde eine eigene Gemeinschaft, sozusagen eine Bewegung. Wir (als Team) können eine zweistellige Anzahl an Uhren unser Eigen nennen, gekauft von unserem eigenen Geld mit mehr als 20 Jahren Erfahrung – oder noch länger. Wir wissen, worüber wir reden und wir wissen, was in der Welt der Speedmaster Sammler passiert.

Es wäre schwach und wenig überzeugend, mit einer limitierten Ausgabe einer anderen Marke aufzutreten und diese so zu präsentieren, als würden wir auch für diese einstehen. Es wäre dann einfach nur eine „andere“ limitierte Edition. Deswegen bevorzugen wir mit anderen Marken auch eine andere Art der Zusammenarbeit. Beispielsweise Sammler-Events, Showcases für unsere Leser, oder wir berichten über deren Uhren (wie wir es schon immer taten). Wenn jede Marke bereit wäre, eine limitierte Ausgabe mit dem Namen eines Magazins auf dem Gehäusebogen herauszubringen, wäre dies nicht nur lächerlich. Ebenso würde, sowohl die Marke als auch das Magazin, ihre Glaubwürdigkeit verlieren. Um Glaubwürdigkeit zu erzeugen, muss eine wahre Story erzählt werden – so wie wir es mit Omega taten oder so etwas wie TAG Heuer mit deren Sammlergemeinde auf die Beine gestellt hat. Nur dann macht das Ganze auch Sinn.

Das sind vielleicht nicht die Antworten, die Sie sich erhofft haben, aber meine Meinung über dieses Thema. Influencer Marketing ist ein derzeit viel diskutiertes Thema, besonders bei den Verbrauchern. Diese haben oft einen anderen Standpunkt, als die vielen Marken und Vermarkter da draußen. Man muss den Konsumenten folgen, nicht der Marke. Der Konsument entscheidet.

Trends

Die Macht der Influencer in der Luxusuhrenbranche

Die zum Teil noch konservative Uhrenindustrie hatte lange nur wenig Informationen über ihre Produkte preisgegeben. Jetzt bieten Uhren-Blogger Plattformen zum Austausch für Uhreninteressierte und geben in ihren Beiträgen auch tiefere Einblicke in die Uhrenwelt. Mittlerweile entscheiden sie welche Uhr oder Marke als Statussymbol gilt und bauen zunehmend ihre eigene Community auf.

Zu diesen erfolgreichen Influencern gehört auch der Holländer Robert-Jan Broer. Mit der Gründung von Fratello Watches baute er 2004 mit seinem Team einen der erfolgreichsten Uhren-Blogs weltweit auf. Im Jahr 2012 startete die Fratello Watches-Redaktion die Beitragsserie „Speedy Tuesday“, in der wöchentlich neue Beiträge über Omega-Speedmaster-Modelle erscheinen. Seitdem veröffentlichen Omega-Fans Beiträge auf ihren sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #SpeedyTuesday und die Community wächst kontinuierlich weiter.

Mit seinem Wissen, seiner Kompetenz und Glaubwürdigkeit beeinflusst Robert-Jan Broer, als Social Influencer, das Kaufverhalten seiner Leser und Follower. Genau dieser Einfluss wurde deutlich, als die auf 2.012 Stück limitierten „Speedy Tuesday“-Modelle von Omega in knapp 4 Stunden komplett ausverkauft waren. Die Vermarktung erfolgte hauptsächlich über das soziale Netzwerk Instagram und wurde über den Online-Shop von Omega verkauft.

„Wir konnten mit dieser Aktion zeigen, wie einflussreich unsere Leser, Uhrensammler und Uhrenliebhaber sind“, sagt der Fratello Watches-Gründer.

Zum 5-jährigen Jubiläum von Speedy Tuesday wurde ein gleichnamiges Magazin produziert und als Beilage in das WatchTime USA Magazin beigefügt und ist außerdem in ausgewählten Omega-Boutiquen erhältlich. Ein erfolgreiches Projekt, das der Uhren-Blog mithilfe der Chronos-Redaktion verwirklichen konnte. Seit 2014 ist Fratello Watches ein Teil der Ebner Uhrenmedien und arbeitet eng mit den Kollegen von Chronos, Watchtime.net und Uhren-Magazin zusammen.

Finden Sie hier zusätzliche Informationen über das Speedy Tuesday Magazin.

Quellen:
GZ 7/17
Beitrag „Wie Blogger die Uhrenbranche zum Boomen bringen“ auf Welt.de

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Wie sich die Entwicklungen in Social Media auf die Uhrenbranche auswirken

Als am Dienstag, 10. Januar 2017, die Uhrenmarke OMEGA den weltweiten Verkauf der limitierten Speedmaster Edition „Speedy Tuesday“ auf dem Online-Fotodienst Instagram lancierte, waren die 2.012 Exemplare in weniger als 5 Stunden komplett ausverkauft.

Auf der jährlichen Bilanzmedienkonferenz der Swatch Group bezeichnete OMEGA-Chef Reynald Aeschlimann Instagram als den mächtigsten Kanal bei Social Media. Diese Aussage zeigt ein deutliches Umdenken bei der Uhrenmarke gegenüber dem Internet und der Chance über Social Media direkt Kontakt zu potentiellen Kunden aufzubauen. Auf den sozialen Plattformen sind die Uhrenhersteller zwar größtenteils vertreten, aber nutzen noch nicht jede Möglichkeit zur direkten Kommunikation.

Besonders im Onlineverkauf sind gerade Luxusmarken noch sehr zögerlich und verkaufen ihre Uhren bevorzugt über eigene Boutiquen oder dem stationären Fachhändler. Damit wollen sie ein hochwertiges Verkaufserlebnis für ihre emotionalen Produkte sicherstellen.

Doch jetzt bringt der Holländer Robert-Jan Broer, Gründer des Uhrenblogs Fratello Watches, die Schweizer Uhrenindustrie im Bezug auf soziale Medien zum Umdenken. Der erste Beitrag mit den Worten „Speedy Tuesday“ ging 2012 mit einem Foto seiner eigenen OMEGA Speedmaster am Handgelenk online. Daraus entstand die wöchentliche Beitragsserie, die ein Jahr später auch auf Instagram mit dem Hashtag #SpeedyTuesday veröffentlicht wurde. Mittlerweile finden sich allein auf Instagram über 55.000 Beiträge zu diesem Schlagwort.

Auch OMEGA konnte die wachsende Popularität der Speedy Tuesday Community nicht ignorieren und richtete die Verkaufsaktion im Januar an genau diese 1,1 Millionen Anhänger.

„Es ist eine einzigartige Plattform, um Gemeinschaften zu bilden“, sagt OMEGA-Chef Aeschlimann. „Leute versammeln sich hier, um die Geschichte einer Uhr zu zelebrieren.“

Obwohl die Reichweiten der Luxusuhrenmarken auf Twitter oder Facebook höher sind, wird Instagram zunehmend wichtiger. Robert-Jan Broer ist darüber nicht überrascht und sieht als Gründe dafür den stark visuellen Fokus des Kanals und die bislang noch nicht zu kommerzielle Ausrichtung. Deshalb setzen auch kleinere Luxusuhrenmarken, wie beispielsweise Armin Strom, auf Instagram. Hier können sie ihre Uhren in einer passenden Bildersprache vorstellen und erreichen damit eine erweiterte Kundenschicht als mit Facebook.

An einer Umsatzbeteiligung war Robert-Jan Broer nicht beteiligt. Er sieht mit der Aktion einen anderen Gewinn: „Der Speedy Tuesday hat unsere Website in der Uhrenindustrie bekannt gemacht. Zudem konnten wir zeigen, wie einflussreich unsere Leser, Uhrensammler und Uhrenliebhaber sein können.“

Mittlerweile hat sich Fratello Watches zu einem der meistgelesenen Uhren-Blogs weltweit entwickelt. Außerdem gehört er seit 2014 zum Ebner Verlag und ist eine Partner Website von Watchtime.net.

Lesen Sie hier den vollständigen Beitrag der Berner Zeitung.

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Uhren-Blog Watch-Insider.com unter neuer Führung

Auf Wiedersehen Alexander und herzlich Willkommen Bert!

Nach fünf Jahren begeistertem Schreiben auf dem Watch-Insider.com hat sich Alexander Linz dazu entschieden sich anderen Projekten zu widmen. Mit der Veröffentlichung von sensationellen Erstmeldungen gewährte er uns allen einmalige Einblicke in die Luxusuhrenindustrie. Seine exklusiven Interviews mit wichtigen Entscheidungsträgern der Uhrenindustrie haben uns frühzeitig über Veränderungen und Produktinnovationen der Uhren-Marken informiert. Außerdem gab er uns wertvolle Ratschläge und zuverlässige Einschätzungen über Entwicklungen in der Welt der Uhren. Alexander es war uns ein Vergnügen mit Ihnen zusammenzuarbeiten – Sie sind ein echter Watch-Insider!

Wenn Sie Alexander Linz in Zukunft weiterhin folgen und mehr von ihm lesen möchten, schauen Sie auf www.watchadvisor.com vorbei.

Das ist aber nicht das Ende des Watch-Insider – Im Gegenteil!

Bert Buijsrogge, Uhren-Enthusiast und einzigartiger Uhren-Fotograf, den Sie vermutlich bereits aus dem Fratello Watches Team kennen, wird die redaktionelle Verantwortung des Watch-Insider übernehmen. Er, Dr. Olga Schröder und Michael Albus sind das neue Team des einzigartigen Blogs.

Heißen Sie Bert mit uns willkommen und seien Sie gespannt auf die Neuigkeiten, die Bert und seine Contributoren mit dem Start der Baselworld 2017 veröffentlichen werden. Einzigartige Bilder und Stories garantiert!

Die Erfolgsgeschichte des Watch-Insider.com wird fortgeschrieben!

Lesen Sie hier den vollständigen (englischsprachigen) Beitrag auf Watch-Insider.com

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Wie entstand die Omega Speedmaster „Speedy Tuesday“ Limited Edition?

Welche Geschichte steckt hinter der Omega Speedmaster Professional „Speedy Tuesday“ und wie kam es zu ihrem besonderen Design? Im Interview mit Hodinkee-Chefredakteur, Benjamin Clymer, erklärt Fratello Watches-Gründer, Robert-Jan Broer, wie es zu dieser besonderen Uhr kam und warum in den Niederlanden die Marke Omega so beliebt ist. Gestartet hat Robert-Jan Broer den Blog im Jahr 2004 und hat sich mittlerweile zu einem der meistgelesenen Uhren-Blogs weltweit entwickelt. Seit 2014 gehört Fratello Watches zum Ebner Verlag und ist eine Partner Website von Watchtime.net.

Wie kam es zur beliebten Omega Speedmaster Professional „Speedy Tuesday“?

Im Herbst letzten Jahres fand eine Speedy Tuesday Veranstaltung mit Omega in Bienne statt. Vor dem Event traf ich mich mit dem CEO von Omega, Raynald Aeschlimann, und erzählte ihm, wie es 2012 mit Speedy Tuesday begonnen hat. Da wir in diesem Jahr das 5-jährige Jubiläum von Speedy Tuesday feiern, fragte ich ihn, ob es die Möglichkeit für eine gemeinsame Aktion gibt. Ich schlug ihm vor, eine Uhr in Zusammenarbeit mit Omega für dieses Jubiläum zu entwickeln. Daraufhin gab er uns sein Okay und wir begannen das Projekt. Die Idee ein Zifferblatt in Strahlenoptik zu verwenden, brachte Herr Aeschlimann zu Beginn des Projekts mit ein. Außerdem hat uns das Design der Speedmaster Professional „Alaska Project III“ inspiriert, die uns 2012 bereits auf Fratello Watches begeistert hat und auch bei unseren Lesern sehr erfolgreich ankam. Damit es keine Kopie wird, entschieden wir uns letztendlich für das „Reverse Panda“ Zifferblatt. Das wurde bereits in den 60er Jahren von Omega verwendet, aber noch nie für eine Speedmaster Professional Moonwatch.

Haben Sie erwartet, dass die Uhr so erfolgreich bei den Leuten ankommt?

Nein, ich hatte sogar schlaflose Nächte davor. Zum einen kam mir die limitierte Stückzahl von 2.012 doch relativ hoch vor. Außerdem wussten nur Fratello Watches und Omega von dieser Aktion. Auch wenn wir vollkommen von unserem Projekt überzeugt waren, heißt es nicht, dass auch die Leute die Uhr kaufen werden. Ich hätte nicht erwartet, dass die Uhren schon nach wenigen Stunden komplett ausverkauft sind.

Warum ist Omega in den Niederlanden so beliebt?

Natürlich sind auch Marken wie Rolex, IWC oder Jaeger-LeCoultre gefragt, aber man muss wissen, dass die Beliebtheit von Omega in den 50er und 60er Jahren in den Niederlanden stark gestiegen ist. Zu dieser Zeit war es vermutlich die Nummer 1 unter den Uhren-Marken. Deshalb haben natürlich viele Niederländer eine Omega Uhr gekauft, geschenkt bekommen oder sogar von ihren Unternehmen für die langjährige Zusammenarbeit als Geschenk erhalten. Somit wurden die Uhren in vielen Familien zu einem Erbstück, das an die nächste Generation weitergegeben wurde.

Schauen Sie sich hier das komplette Video-Interview auf Hodinkee.com an

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Wie sich Influencer Marketing in der Uhrenbranche auswirkt

Ein großer Trend war im Jahr 2016 eindeutig das Influencer Marketing. Für 2017 wird diesem Marketing Trend weiterhin eine hohe Wichtigkeit prognostiziert. Besonders Micro Influencer werden eine wichtige Rolle spielen.

Es handelt sich dabei um Social Influencer, die eine Reichweite zwischen 1.000 und 100.000 Followern haben. Die neusten Studien belegen, dass gerade diese Art von digitalen Meinungsmachern einen größeren Einfluss auf ihr Publikum haben können. Vertrauen und Glaubwürdigkeit sind bei ihnen eindeutig höher, weil sich ihre Follower teilweise aus Freunden und Bekannten aus der jeweiligen Branche zusammensetzen. Dadurch liegt auch die Interaktionsrate relativ hoch.

Zusätzlich können Unternehmen die Reichweiten viel genauer und spezifischer wählen. Kriterien wie Alter, Geschlecht und Interessen sind somit besser eingrenzbar. Micro Influencer sind deshalb für Nischenthemen besonders interessant.

Ein aktuelles, erfolgreiches Beispiel ist der Influencer Robert-Jan Broer, Inhaber des Uhren-Blogs Fratello Watches. Mit seinem 2004 gestarteten Blog hat er sich zu einem der am häufigsten gelesenen Blogs entwickelt. Mit der wöchentlichen Beitragsserie Speedy Tuesday hat sich Fratello Watches bereits einen Namen in der Uhrenbranche gemacht. Ihre hohe Glaubwürdigkeit bei den Lesern hat sich ebenfalls bei der erfolgreichen Werbeaktion von OMEGAs limitierter SpeedyTuesday Uhr gezeigt. Diese wurde zum ersten Mal nur online beworben und verkauft. Nach knapp 4 Stunden ist die letzte der 2.012 Exemplare im Warenkorb gelandet. Seit 2014 gehört Fratello Watches zu den Ebner Uhrenmedien und bilden damit ein internationales Netzwerk für das Thema mechanische Uhren.

Allgemein hat sich Social Media besonders in den Bereichen Nähe zum User und Schnelligkeit weiterentwickelt. Die Funktionalitäten Livestreaming und Story-Funktion schaffen es genau diese Nähe zwischen Influencern und ihren Followern aufzubauen. Dadurch haben Influencer die Möglichkeit direkt und schnell zu kommunizieren und können exklusive Einblicke auf Veranstaltungen oder hinter die Kulissen von Unternehmen geben.

Die Konkurrenz im Influencer Marketing steigt an und Unternehmen müssen sich einzigartige Geschichten für ihre Werbekampagnen überlegen. Glaubwürdigkeit und Storytelling wird in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle spielen.

Quellen:
Horizont 
Fratello Watches

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Wie sich die Stärke von Meinungsführermedien zeigt

Wer in seiner Branche zu den Meinungsführern gehören möchte, muss mit Qualität überzeugen und eine konstante Präsenz zeigen. Unter dem Begriff Qualität versteht man gut informiert zu sein und Kontakt zu anderen Meinungsführern aufzubauen und zuhalten. Folglich spielt die gute Vernetzung zu Branchenkollegen und Nutzern eine wichtige Rolle.

Flexible Kommunikationsstrategien sind notwendig

Die Regeln haben sich im Content Marketing durch das Internet und die sozialen Medien verändert. Feste Kommunikationsstrategien werden jetzt immer mehr von dynamischen und flexiblen Strategien abgelöst und ersetzt. Mit dem ständigen Wandel entstehen in der Medienlandschaft zahlreiche neue Kanäle und Plattformen, sowie Werbeformate. Aus dem Grund sollten sich Marketingverantwortliche fragen, wer zu ihrer Zielgruppe gehört und wie sie diese Gruppen am besten erreichen.

Die heutige Kommunikation verläuft über verschiedene Plattformen und in mehrere Richtungen. Mit der Digitalisierung der Medien sind neue Kommunikationsformen entstanden, die einen direkten Austausch und Kontakt mit den Usern ermöglichen. Wie erfolgreich veröffentlichte Inhalte waren, wird nicht mehr nur über Analysemethoden gemessen, sondern auch durch zeitnahe Reaktionen der User und anderer Medien. Ein erfolgreicher Meinungsführer erkennt angesagte und außergewöhnliche Themen und Trends. Zusätzlich schafft er Vertrauen und Glaubwürdigkeit zu seinen Nutzern und Lesern.

Ein gutes Beispiel für die Stärke eines Meinungsführermediums ist die kürzliche Veröffentlichung des Taucheruhren-Specials von Watchtime.net im Tauchsportmagazin „TAUCHEN“. Mit dieser erfolgreichen Kooperation haben die Inhalte und besprochenen Marken eine höhere Sichtbarkeit erhalten und Watchtime.net konnte eine zusätzliche Reichweite über die eigenen Medien hinaus erzielen.

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