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Der deutsche Marketing-Blog für Luxusuhren

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Trends

In eigener Sache: Deutsches Luxusuhrenmagazin Chronos mit neuer Ausgabe in Ungarn

Budapest/ Ulm: Das marktführende deutsche Special-Interest Magazin für Uhren, Chronos, erweitert seine internationale Leserschaft durch den Launch einer neuen ungarischen Ausgabe mit dem Titel Chronos Hungary.
Ungarn und vor allem Budapest ist ein schnellwachsender Markt für Luxusgüter. Was könnte es Besseres geben, als dieses Potenzial durch den Start einer regionalen Ausgabe von Chronos zu erschließen?

Mit seiner Redaktion in Ulm gehört Chronos zu den Uhrenmedien der EBNER MEDIA GROUP, die unter anderem verschiedene, auf edle Uhren spezialisierte Zeitschriften, Websites, Social-Media-Kanäle und Events herausgibt und veranstaltet. Das sind sowohl die deutschsprachigen Zeitschriften Chronos, UHREN-MAGAZIN und Klassik-Uhren als auch die Websites für Uhrenliebhaber Watch-Insider.com und Watchtime.net.

Mit der Unterstützung von JTO Media Kft, einem führenden Special-Interest-Publisher in Ungarn, wird Chronos Hungary im April 2019 auf den Markt kommen. Redaktionell verantwortlich zeichnet Márta Palásti, eine der bedeutenden Special-Interest-Journalisten Ungarns.

Natürlich wird bei der inhaltlichen Gestaltung und zur Gewährleistung der globalen redaktionellen Strategie Rüdiger Bucher, Internationaler Redaktionsdirektor der Ebner Watch Media und Chefredakteur von Chronos, mit dem Redaktionsteam in Ungarn eng zusammenarbeiten.
Der Start der ersten, zweimonatlich geplanten Ausgabe von Chronos Hungary wird begleitet von einem Auftritt in den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter und Instagram. Als nächstes folgt eine eigene Website. Der Multi-Platform-Publishing-Ansatz, den das neue Magazin von Anfang an verfolgt, spiegelt die zunehmende Bedeutung der digitalen Touchpoints in Ungarn, wie überall auf der Welt, wider.
Gegenwärtig sind landesspezifische Ausgaben von Chronos in Deutschland, Polen, China, Korea sowie Japan erhältlich, die Schwester-Marke WatchTime in den USA, Mexiko, der Türkei, dem Mittleren Osten sowie in Indien. Mit der Markteinführung dieser neuen Ausgabe erlebt Chronos den ersten Auftritt in ungarischer Sprache und ist die erste Zeitschrift, die dem schnell wachsen-den Markt für Luxusuhren in Ungarn gewidmet ist.

Über den Publisher: Die Ebner Uhrenmedien sind heute national und international der führende Special-Interest-Publisher für hochwertige mechanische Uhren. Egal ob als gedruckte Information, über Websites und Blogs im Internet, mobil über verschiedene Apps, Social-Media oder im persönlichen Kontakt über Veranstaltungen. So werden rund 220.000 Magazine weltweit pro Ausgabe an Konsumenten verkauft, die Onlineangebote etwa 1.500.000 Mal im Monat besucht und über 800.000 Uhrenbegeisterte folgen den verschiedenen Social-Media-Kanälen. Zusätzlich werden bei Events und Leserreisen über 2.000 Uhren-Aficionados im Jahr persönlich begrüßt.

Vor über 25 Jahren begannen die Ebner Uhrenmedien, den Wiederaufstieg der mechanischen Uhr bei End-kunden zu begleiten und mitzugestalten. Was mit der Herausgabe eines Coffee Table Books, der Uhren-Edition begann, ist heute ein nahezu jeden Medienkanal bespielender und internationaler Special-Interest-Publisher. So gelingt es, spiegelbildlich zu den Käufern hochwertiger Uhren, verschiedene Personas und Altersgruppen potenzieller Uhrenkäufer zu adressieren.

Die Mission der Ebner Uhrenmedien ist es, im permanenten Austausch mit Uhrenmarken und Endkunden die Faszination und Leidenschaft für hoch- und höchstwertige Uhren mit immer mehr Menschen zu teilen.

Trends

Viewability-Rate von Display Advertisings: Automatisch gebuchte Banner floppen

Meetrics veröffentlichte seinen aktuellen Viewability-Report. Das Resümee: Insgesamt steigt die Sichtbarkeit von Display Advertisings, die automatisch gebuchten Anzeigen fallen jedoch aus dem Raster.

Die durchschnittliche Sichtbarkeit von Display Anzeigen, im zweiten Quartal, liegt in Deutschland bei 57 Prozent. Jedoch mit einem deutlichen Unterschied bei zweierlei Kaufsarten: Die direkt gebuchten Advertisings  (59 Prozent Viewability) sind den automatisch gebuchten Werbeanzeigen (52 Prozent Viewability) in ihrer Sichtbarkeit weit voraus.

Konkret bedeutet dies, dass die Marken in der Luxusgüterindustrie abwägen müssen: Preisersparnis oder höhere Sichtung

  • Entscheiden sie sich für die preiswertere Variante, die Automatic Advertisings, nehmen sie eine deutlich geringere Sichtung von den potenziellen Kunden in Kauf.
  • Getreu dem Stil „Qualität hat ihren Preis“, sorgen die Brands auf dem Luxusmarkt mit den Direct-Buying-Prozessen für einen besseren Blickfang bei den Display Advertisings.

Lesen Sie hier den vollständigen Beitrag auf basicthinking.de

 

Trends

Die globalen Trends und Ausrichtungen im Luxuseinzelhandel

Um die Bedürfnisse der Luxuskonsumenten in den nächsten Jahren weiterhin zu befriedigen, werden drei verschiedene Richtungen des Einzelhandels ausgebaut. Zum einen die digitalen Kanäle, die stark zur Recherche und Bevorratung von beliebten Produkten genutzt werden. Auf der anderen Seite der stationäre Handel, der die Konsumenten mit individuellen Angeboten und beratender Service-Funktion erreicht. Zuletzt ist der Unterhaltungsfaktor im Einzelhandel ein wichtiger Punkt, wobei die Inhalte im E-Commerce entscheidender sind.

Die andauernde Kaufzurückhaltung in Europa und der Abschwung in Russland und China, lässt andere Märkte, wie Afrika zu einer spannenden Alternative werden. Bereits Marken, wie MAC oder HUGO BOSS eröffnen Läden in Lagos oder Nigeria und fokussieren ihre Marketing-Aktivitäten in diese Regionen.

Besonders in Europa sind Luxusmarken auf den internationalen Luxustourismus aus China, Russland, mittlerer Osten und zunehmend Afrika angewiesen. Außerdem müssen sich Luxusmarken für eine eindeutige Preispolitik ihrer Luxusgüter entscheiden, damit sie klar und glaubwürdig nach außen hin auftreten.

Eine gewisse Offenheit gegenüber digitalen Plattformen wird von Luxusmarken verlangt, weil sich die Konsumenten im Internet über die verschiedenen Produkte und Marken informieren. Außerdem können die Marken auch darüber einen persönlichen Kontakt zum Kunden aufbauen. Durch Instagram, Live-Streaming und Videoaufnahmen fühlen sich Nutzer schnell mit der Marke verbunden.

Eine Luxusmarke sollte die direkte und persönliche Kommunikation pflegen und mit Veranstaltungen neue Kunden in ihre eigenen Läden bringen. Zusätzlich sollte der Marketing-Fokus auf mobile Technologien und Endgeräte liegen, damit die Luxustouristen und einflussreichen Millennials angesprochen werden können.

Lesen Sie hier den vollständigen (englischsprachigen) Beitrag auf Havas LuxHub.

Trends

Welche Auswirkungen die veränderte Bedeutung von Statussymbolen auf die Uhrenbranche hat

Nachdem die weltweite Nachfrage nach Uhren in den letzten Jahren rückläufig gewesen ist, schätzt man die Wichtigkeit von Uhren in der jüngeren Generation nicht mehr so hoch ein. Es ist fraglich, ob Uhren als Statussymbol weiterhin ihre Gültigkeit behalten.

Im Worst-Case-Szenario könnte es zu einer Disruption kommen. Damit wird ein etabliertes Produkt durch ein neues Produkt oder Verfahren ersetzt. Für den Bereich Uhren würde das bedeuten, dass sie von neuen Technologien, wie z.B. Smartwatches, verdrängt werden und die mechanische Uhr überwiegend für Liebhaber und Sammler interessant bleibt. Denn die neuen Statussymbole für die jüngere Zielgruppe haben sich verändert und liegen mehr in den Bereichen Aktivitäten, Freizeit und Erlebnisse.

Auf der anderen Seite gibt es den Trend hin zu alten Werten, mehr Natur, mehr Entschleunigung und mehr Nachhaltigkeit. In diesem Fall kann die Reduktion auf das Wesentliche eine Chance für die analoge Uhrenwelt darstellen. Sicherlich wird es in beiden Welten Bedürfnisse geben, auf die die Uhren-Marken eingehen können. Da in der Uhrenindustrie ein Verdrängungswettbewerb deutlich wird, werden jedoch nur die Marken überleben, die entweder beide Welten beherrschen oder schnell auf die Marktveränderungen reagieren können.

Im Hinblick auf die Vertriebskanäle in der Uhrenbranche gibt es eine starke Entwicklung in Richtung Multichannel-Betrieb. Der stationäre Handel muss sich weiterentwickeln, um für die jüngeren Zielpersonen attraktiv zu bleiben. Deshalb stellt sich die Frage, wie er sich in Zukunft nach außen darstellen wird. Natürlich wird der E-Commerce eine zunehmende Rolle spielen, da sich die digitalen Möglichkeiten ständig weiterentwickeln. Mit beispielsweise Virtual Reality wird es zukünftig möglich sein, die Uhr Zuhause anzuprobieren, ohne sie physisch am Handgelenk zu haben. Genauso wird Social Media zu einem relevanten Absatzkanal werden, solange die Marke eine entsprechende Reichweite hat. Wie zuletzt das Beispiel von Omega mit dem Online-Verkauf der Speedmaster „Speedy Tuesday“ in Kooperation mit dem Uhren-Blog Fratello Watches gezeigt hat.

Quelle: U.J.S. 3/17 (Interview mit Patrick Weigert, Chefanalyst des Deutschen Uhrenportals)

Marketinginstrumente

Wie Sie sich gut auf den nächsten Messebesuch vorbereiten

Selbstverständlich kostet ein Messebesuch viel Zeit und Geld. Doch im Gegenzug bietet er Ihnen neue wichtige Informationen, sowie den persönlichen Kontakt zu Geschäftspartnern. Für einen erfolgreichen Messebesuch sind eine positive Einstellung und klare Zielsetzungen grundlegende Voraussetzungen.

Der intensive und direkte Kontakt zu Geschäftspartnern vor Ort ist einer der großen Vorteile. Dadurch können Sie Ihr geschäftliches Netzwerk weiter ausbauen und bestehende Kontakte pflegen. Außerdem bekommt man einen umfassenden Überblick über das Branchenangebot und aufkommende Trends.

Zielsetzung eines Messebesuchs:
  • Neue Trends und Entwicklungen entdecken
  • Aktuelle Neuheiten kennenlernen
  • Kontaktpflege zu neuen und bestehenden Geschäftspersonen
  • Möglichkeit neue Aufträge zu planen

Zu einer guten Vorbereitung gehören auch im Vorfeld abgestimmte Terminvereinbarungen. Trotzdem sollte zwischen den Terminen noch etwas Zeit bleiben, um in Ruhe zum nächsten Stand zukommen und mit bekannten Personen ein kurzes Gespräch zu führen. Über neue und interessante Aussteller können Sie sich bereits vorher im Internet informieren und Ihre Besuche besser einplanen.

Um einen ersten Überblick zu bekommen, sind Kurzpräsentationen am Stand sehr hilfreich und ausreichend. Eines der wichtigsten Ziele sollten neue Kontakte sein, die Ihnen neue Möglichkeiten in Ihrer beruflichen Zukunft bieten können.

Quelle: U.J.S. 1/17

Trends

Der Markt der Luxusuhren, Teil 3: Markenwelten und Luxus

Der heutige Uhrenmarkt und das aktuelle Käuferverhalten sind geprägt von Markenwelten. Zum Verkauf einer Uhr bedarf es heutzutage einer umfassenden, erfolgreichen und idealerweise globalen Marketingstrategie, die es schafft, Begehrlichkeiten zu wecken. Die Emotionen, die die (erfolgreichen) Luxusuhrenmarken bei den Kunden wecken, tragen mittlerweile weitaus mehr zur Kaufentscheidung bei als noch vor rund 20 Jahren, als harte Fakten wie die Exklusivität und die Performance von Uhrwerken sowie die Verarbeitungsqualität im Verhältnis höher geschätzt wurden als heute. Marken mit einer möglichst eindeutigen Positionierung und Kommunikation punkten bei den verschiedenen Käufer-Personas wie z.B. den Mechanik-Einsteigern, den Performern und den wohlhabenden Hedonisten. All diese Zielpersonen haben tendenziell keine Zeit mehr für eine eingehende Recherche der Qualitäten und Fähigkeiten einer bestimmten Uhrenmarke/eines Uhrenmodells, sondern setzen auf ein möglichst zu ihnen passendes Image in der Selbstdarstellung der Marken. Auch das Mitwirken bei verschiedenen kulturellen Ereignissen, wie beispielsweise Sponsoring von Sportevents, stärkt die Kundenbindung und deren Identifikation zum Produkt. Grundsätzlich bedeutet Marke Vertrauen. Nachhaltiges Vertrauen des Konsumenten wird die Marke aber nur dann erhalten, wenn sie glaubhaft ist. Mit Marketing allein kann man kein ausreichendes Vertrauen aufbauen. Eine Marke muss glaubhaft sein; sie muss das, was sie verspricht, erfüllen – ja sogar übererfüllen. Sie muss überzeugend für Werte stehen, die zu ihr passen und die sich zum Teil auch aus der Firmengeschichte ergeben.

Die mechanische Uhr als Luxusgut

Ein Luxusgut kann als eines jener Güter bezeichnet werden, die mit steigendem Wohlstandsniveau eine deutlich verstärkte Nachfrage erleben. Luxusgüter sind oftmals an einen sozialen Status gebunden und werden unbewusst oder bewusst als Statussymbol gesehen. Das Thema (mechanische) Uhren hat sich in den letzten Jahrzehnten, insbesondere nach der sogenannten Quarzkrise (auch Quarzrevolution), stark gewandelt. War die mechanische Uhr vor der Quarzära noch ein erforderlicher Gebrauchsgegenstand mit Instrumenten-Charakter, ist sie heute viel mehr ein Luxusartikel. Viele Menschen verzichten ganz auf eine Uhr, weil sie die Zeit woanders ablesen (Handy, Tablet-Computer etc.). Andere sind bereit, sehr viel Geld dafür auszugeben. Es besteht also keine Notwendigkeit mehr, eine (mechanische) Uhr zu besitzen. Während sich vor 20, 30 Jahren zunächst Uhrenliebhaber und -sammler an der Renaissance der mechanischen Uhr erfreut haben, kritisieren gerade diese heute die teilweise heftig ausfallenden Preissteigerungen. Die mechanische Uhr ist aber eben nicht mehr vordergründig unter dem Blickwinkel des Preises zu betrachten. Sie ist, ähnlich wie eine Tasche von Hermès, ein Schmuckstück von Bulgari oder ein Auto von Ferrari, im Alltag nicht erforderlich. Sie ist Luxus oder ein Stück Lebensart, Statussymbol, ein Ausdruck von Markenbewusstsein. Dafür sind heutige Endkunden bereit, Geld auszugeben.

Personas der Uhrenkäufer

In Deutschland gibt es laut der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA 2015) 3,5 Mio Männer, die bereits im Besitz einer mechanischen Armbanduhr sind und über 600.000 Männer haben die Absicht, eine Uhr im Wert von über 500 Euro zu kaufen. Für die genaue Beschreibung dieser Kernzielgruppe bieten die Sinus-Milieus einen guten Analyseansatz.

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Die Sinus-Milieus liefern ein wirklichkeitsgetreues Bild der soziokulturellen Vielfalt der Gesellschaften, in dem sie die Werte der Menschen, ihre Lebensziele, Lebensstile und Einstellungen sowie ihren sozialen Hintergrund genau beschreiben. Für den Uhrenmarkt sind drei Sinus-Milieus besonders hervorzuheben (Erklärungen von Sinus):

  1. Performer: Die multi‐optionale, effizienzorientierte Leistungselite: globalökonomisches Denken; Selbstbild als Konsum‐ und Stil‐Avantgarde; hohe Technik und IT‐Affinität; Etablierungstendenz, Erosion des visionären Elans
  2. Hedonisten: Die spaß‐ und erlebnisorientierte moderne Unterschicht/untere Mitte: Leben im Hier und Jetzt, unbekümmert und spontan; häufig angepasst im Beruf, aber Ausbrechen aus den Zwängen des Alltags in der Freizeit
  3. Konservativ-Etablierte: Das klassische Establishment: Verantwortungs‐ und Erfolgsethik; Exklusivitäts‐ und Führungsansprüche, Standesbewusstsein; zunehmender Wunsch nach Ordnung und Balance

Die meisten Uhrenkäufer stammen laut verschiedenen Umfragen und Studien aus diesen drei Milieus. Durch den Wandel der mechanischen Uhr zu einem Luxusgut haben sich dementsprechend auch die Uhrenkäufertypen verändert. Vom Performer, der sich stark an Erfolg und Karriere orientiert und sich als Teil einer Leistungs- und Stilelite begreift, über den Hedonisten, der einen erlebnisorientierten und konsumfreudigen Lebensstil pflegt, bis hin zum qualitätsbewussten Konservativ-Etablierten, der besonders viel Wert auf Exklusivität und Wertbeständigkeit legt.

Die definierten Personas von Chronos sind sowohl der Besserverdiener, als auch der Konsumfreudige, die zum größten Teil zum Milieu der Performer zählen. Diese werden mit kompetenten und Überblick gebenden Artikeln angesprochen. Ein weiterer Lesertyp ist der kulturell Interessierte, der zum Milieu der Konservativ-Etablierten gehört. Er sucht in der Chronos vor allem nach qualitativ hochwertigem Hintergrundwissen und findet das in zahlreichen Tests und Artikeln über Technik und Handwerkskunst. Aber auch der Aufsteiger, der sich für die neusten Trends und In-Marken interessiert, wird mit Erklärungen von Marken und emotionalen Bildstrecken abgeholt. Dieser Lesertyp kann zu dem Milieu der Hedonisten gezählt werden. Das Uhren-Magazin beschreibt seinen Leser als männlich, mittleren Alters und in einer führenden Position tätig. Da er bereits den Wunsch hat eine Uhr zu kaufen, möchte er Kaufberatung in Form von Vergleichstests und Artikeln mit viel Hintergrundwissen. Die Website Watchtime.net spricht mit ihren Angeboten verschiedene Zielpersonen an. Dazu zählen Personas, wie der Geschäftsführer, der Investor und der Unbestechliche, die dem Milieu der Konservativ-Etablierten oder der Performer zugeordnet werden. Sie möchten nicht lange nach Informationen suchen und legen viel Wert auf kompetentes Fachwissen. Auf der anderen Seite werden Themen behandelt für Einsteiger, sowie die aktuellen Trends und Neuigkeiten aus der Branche für den sogenannten Hipster. Diese Personas können den Performern zugeordnet werden, aber auch zu einem weiteren Milieu, der Liberal-Intellektuellen.

Lesen Sie hier das vollständige eDossier „Der Markt der Luxusuhren“ auf Watchtime.net

Trends

Der Markt der Luxusuhren, Teil 2: Vertriebsmodelle und Marketingmaßnahmen

Die Luxusuhrenindustrie ist allgemein sehr stark vom Fachhandel geprägt, der ihr direkter Kunde ist. In Deutschland werden die meisten hochwertigen Uhren traditionell über Juweliere verkauft. Alle Luxusuhrenmarken haben mit dem Fachhandel selektive Distributionsverträge abgeschlossen. Damit sichern sie sich zu, dass sie nicht jeden Händler, der ihre Ware vertreiben will, beliefern müssen, sondern es sich aussuchen können. Begründet wird das damit, dass eine Luxusuhr ein bestimmtes Ambiente, eine kompetente Beratung etc. braucht. Diese ausgewählten Fachhändler führen eine begrenzte Anzahl an Marken als offizielle Konzessionäre. Die Margen der Juweliere werden durch die Kapitalbindung, hohen Mieten und Personalkosten, hohen Versicherungsbeiträgen, Kosten für Sicherheitsausstattung und letztlich auch Rabatte, die der Fachhändler den Kunden gewähren muss, geschmälert. Die Uhrenmarken sind in den letzten Jahren dazu übergegangen, in den großen Metropolen eigene Boutiquen zu eröffnen. Sie dienen mehr dem Image und als Schaufenster, Geld verdienen die meisten Marken damit nicht. Die hohen Mieten für die 1a-Lagen, teure Personalkosten und eingeschränkte Auswahl durch das Monobrand-Konzept sind die Gründe.

Bedeutende Juweliershäuser

In Deutschland ist der größte Juwelier der Filialist Wempe mit 20 Geschäften in Deutschland sowie sieben weiteren in verschiedenen Ländern (New York, Paris, Wien, London, Madrid) sowie auf der MS Europa und der MS Europa 2; dazu kommen fünf Markenboutiquen. Wempe ist aber auch Uhrenhersteller und führt seit 2006 seine eigenen Uhrenlinien mit dem Namen Wempe Zeitmesser und Wempe Chronometerwerke. Weitere wichtige deutsche Juweliere sind Rüschenbeck (Hauptsitz Dortmund) und Christ mit seinem Hauptsitz in Hagen. Als größter aus der Schweiz stammender Filialist ist Bucherer zu nennen. Er hat seit den späten 1990ern viele Geschäfte in Deutschland übernommen (u.a. Huber, München und Wallner, Nürnberg), die jetzt als Bucherer-Läden geführt werden. Wichtige Filialisten in anderen Ländern sind u.a. in Asien (u.a. Singapur) „The Hour Glass“, in der Schweiz „Les Ambassadeurs“ und in den USA „Tourneau“.

Monobrand-Stores

Das klassische Fachhandelsmodell wird in den letzten Jahren mehr und mehr in Frage gestellt. Einerseits von kleinen Herstellern, die sich im Fachhandel unterrepräsentiert fühlen und durch Online-Shops und Direktvertrieb einen Ausgleich schaffen wollen. Andererseits von großen Luxusmarken, die mehr und mehr auf Monobrand-Stores und eigene Online-Shops setzen, um ihre Produkte in der eigenen, unverfälschten Markenwelt präsentieren zu können. Da Asiaten viel mehr als Europäer markenzentriert denken, gibt es die meisten Monobrand-Stores in Asien. Die Vorteile einer eigenen Boutique sind auf der einen Seite die Sammlung von Kontaktdaten der Endkunden, die sie vom klassischen Fachhändler nicht bekommen. Zum anderen entfällt die Juweliersmarge; die Marke verdient wesentlich mehr an der verkauften Uhr. Allerdings sind bei Weitem nicht alle Boutiquen in Markenbesitz. Viele Boutiquen verkaufen exklusiv Uhren nur einer Marke, gehören aber einem Juwelier.

Internethandel

Noch vor gut einem Jahrzehnt warnten praktisch alle Luxusuhrenmarken auf ihren Websites die Kunden davor, Uhren im Internet zu kaufen. Heute sind bereits viele Marken selbst im E-Commerce tätig. Was nicht heißt, dass der klassische Ladenverkauf verschwinden muss – jedenfalls kommt eine neue Schiene hinzu. Die E-Commerce Umsätze steigen seit Jahren kontinuierlich. Und auch die Hersteller wollen davon profitieren. Gerade Richemont hat in den letzten Jahren viel in die Online-Präsenz der Konzernmarken investiert. Sehr teure Uhren sind oft noch vom E-Commerce ausgenommen, aber der Trend geht eindeutig in Richtung Internetverkauf. Anders als in den eigenen Boutiquen soll im Internet tatsächlich Geld verdient werden. Das Potenzial dafür ist mit niedrigen Kosten und hoher Marge vorhanden. Der Fachhandel sieht diese Entwicklung tendenziell mit Sorge und würde lieber selber übers Internet verkaufen, das aber lassen die meisten Marken nicht zu. Natürlich haben auch andere das Internet als Handelsplattform entdeckt. Somit kann man zum Beispiel über Chrono24 nicht nur gebrauchte Uhren kaufen, sondern findet meistens auch die aktuellen Modelle mit einem ordentlichen Preisnachlass. Diese sogenannte Grauware wird von Konzessionären an andere Händler weitergegeben. Entweder weil sie die Verkaufsaussichten in ihrem Ladengeschäft als gering einstufen, oder weil sie Umsatzvorgaben der Marken nicht anders erreichen können. Dieses Vertriebsmodell ist den Herstellern ein Dorn im Auge. Letztlich sind sie aber durch Preise, die sich nicht immer durchsetzen lassen und ebenso durch ambitionierte Umsatzvorgaben auch ein Treiber dieser Entwicklung.

Lesen Sie hier das vollständige eDossier „Der Markt der Luxusuhren“ auf Watchtime.net

Trends

Digitalisierung: Herausforderung und Chance für die Verlagsbranche

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Unter dem Titel „Transformation im Fachverlag – wie sich Ebner digital neu erfindet“ nimmt Roland Karle die „New Ebner“-Strategie unter die Lupe. Die Kress-Redaktion fand es derartig faszinierend, dass der Ebner Verlag und sein Umgang mit der digitalen Herausforderung ein 16-seitiges Dossier füllt.

Vor fünf Jahren wurde die „New Ebner“-Strategie gestartet und hatte eine Umstrukturierung des Geschäftsmodells zur Folge. Mit diesem neuen Selbstverständnis sieht sich der Ebner Verlag als Content-Spezialist und Dienstleister für seine Zielgruppen. Er produziert keine Magazine mehr, sondern vermarktungsfähigen, wertschöpfenden Content.

Im Interview mit Roland Karle erklärt der Ebner-Verlagschef, Gerrit Klein, die Gründe, warum sie sich dazu entschieden haben die „New Ebner“-Strategie durchzuführen und wie sich die Digitalisierung für Special-Interest-Medien auf die Vermarktung der Inhalte auswirkt.

Hier geht es zum Download des Dossiers

Marketinginstrumente / Trends

Onlinehandel und Luxusuhren – eine Symbiose mit Zukunft?

Formex Swiss Watches sieht der Zukunft mit dem Online-Handel erwartungsvoll entgegen. Seit dem Jahr 2016 verkauft der Bieler Uhrenhersteller seine Modelle ausschließlich über den Online-Kanal und direkt an den Endkunden. Mit einer neuen App überwindet die Marke nun auch die Lücke zwischen Haptik und Tragegefühl durch Virtualität: Die Lösung ist ein realitätsgetreues Projizieren der favorisierten Uhr auf das Handgelenk des potenziellen Käufers.

McKinsey and Company veröffentlichte bereits 2015 einen Report über Luxusgüter im Onlinehandel. Wie stark diese Sparte wächst, lässt sich an dem Online-Verkaufswachstum von Jahr 2013 auf 2014 mit über 50% -auf 14 Milliarden Euro- festmachen; Tendenz weiter steigend. Bereits im Jahr 2015 wurden 75% aller Luxuskäufe digital beeinflusst. Nach Einschätzung von McKinsey wird dies bis 2025 die gesamte Masse abdecken.

Auch das in Düsseldorf ansässige Uhrenfachgeschäft Blome, welches dieses Jahr bereits sein 70-jähriges Bestehen feiert, profitiert von dieser digitalen Entwicklung. Der stationäre Händler zeigt sich sehr offen gegenüber dem Onlinehandel und ergänzte in diesem Sinne, im Jahr 2014, seinen Service um ein Internet-Angebot. Seitdem vertreibt H.D. Blome GmbH & Co. KG Luxusuhren sicher, schnell und zuverlässig, auch auf der hauseigenen Website. Zu anfangs trieb der Fachhändler für Uhren sein Onlinegeschäft mit einer Apple Watch an, welche Blome in Form einer Gratisbeigabe zum Kauf einer jeden hochwertigen Uhr beisteuerte. Durch den zusätzlichen Vertriebsweg ermöglicht es Blome seinen Kunden außerdem, die Verfügbarkeit vieler Marken online zu sehen und die Uhr für ihren Besuch im selbigen Fachgeschäft zu reservieren. Für einige Marken ist Blome Uhren der erste offizielle Fachhändler, der Luxusuhren sowohl über den Onlinekanal als auch im stationären Geschäft vertreibt.

Mit Blick auf die beiden Beispiele scheint die Zukunft für den Onlinehandel, in Bezug auf die Luxusuhrenbranche, durchaus erfolgsversprechend zu werden.

 

Ausführliches hierzu finden Sie auf Blome Uhren und McKinsey & Company.

Video zur Verfügung gestellt von Formex Swiss Watches.

Trends

Schweizer Uhrenexporte steigen im Juli konstant weiter

Im Juli hält der positive Trend der Schweizer Uhrenexporte bereits im dritten Monat in Folge an. Der Gesamtexportwert der Uhren, die die Schweizer Grenze überquert haben, betrug 1,7 Milliarden CHF. Damit lag der Wert um 3,6 Prozent höher als im Juli 2016. Der Aufschwung des Jahrestrends setzte sich daher auch im vergangenen Monat fort und lässt eine Stabilisierung prognostizieren.

Die Uhren aus Edelmetall und Stahl unterstützen diesen Monat stark den Anstieg, während die Exporte von Uhren aus anderen Materialien, wie Bimetall, gesunken sind. Das Volumen blieb insgesamt stabil – der gestiegene Export von Stahluhren glich den Rückgang der Kategorien „Andere Metalle“ und „Andere Materialien“ aus.

Entgegengesetzt dem Trend der letzten Monate, verzeichneten im Juli die Exportzahlen der Uhren im Wert unter 200 Franken (Exportpreis) einen erheblichen Rückgang. Die Verschlechterung der exportierten Stückzahlen (-14,7%) hatte einen entscheidenden Einfluss auf den Gesamtbetrag, dessen Wert noch stärker sank (-18,2%). Die Uhrenexporte in anderen Preissegmenten vermeldeten ein Wachstum, vor allem die für die Uhren im Wert über 500 Franken.

Uhrenexporte nach Hong Kong (+16,8%) profitierten von einem sehr günstigen Basiseffekt, welcher dazu führt, dass dort ein nachhaltiges Wachstum erzielt werden kann und eine weitere Erholung als mittelfristiger Trend in Aussicht steht. Die Exportergebnisse in die USA, welche in den letzten Monaten bei der Null-Grenze variierten, wurden im Juli -zum ersten Mal seit fast 2 Jahren- leicht korrigiert (+1,4%). China (+22,3%) verzeichnete keine besondere Veränderung und setzte demzufolge das starke Wachstum fort. In Europa verlautete Frankreich einen Rückgang in Höhe von -1,7%, ebenso wie Italien (-14,3% nach einigen sehr guten Monaten).  Das Vereinigte Königreich meldete den ersten Rückgang des Jahres, mit -8,5 Prozentpunkten. Hingegen war Deutschland, mit einem Wachstum von +13,4%, der führende Part im europäischen Raum.

Hier geht es zu den vollständigen (englischsprachigen) Statistiken.