WATCHMARKETEER

Der deutsche Marketing-Blog für Luxusuhren

Posts tagged uhrenmarkt

Trends

Welche Auswirkungen die veränderte Bedeutung von Statussymbolen auf die Uhrenbranche hat

Nachdem die weltweite Nachfrage nach Uhren in den letzten Jahren rückläufig gewesen ist, schätzt man die Wichtigkeit von Uhren in der jüngeren Generation nicht mehr so hoch ein. Es ist fraglich, ob Uhren als Statussymbol weiterhin ihre Gültigkeit behalten.

Im Worst-Case-Szenario könnte es zu einer Disruption kommen. Damit wird ein etabliertes Produkt durch ein neues Produkt oder Verfahren ersetzt. Für den Bereich Uhren würde das bedeuten, dass sie von neuen Technologien, wie z.B. Smartwatches, verdrängt werden und die mechanische Uhr überwiegend für Liebhaber und Sammler interessant bleibt. Denn die neuen Statussymbole für die jüngere Zielgruppe haben sich verändert und liegen mehr in den Bereichen Aktivitäten, Freizeit und Erlebnisse.

Auf der anderen Seite gibt es den Trend hin zu alten Werten, mehr Natur, mehr Entschleunigung und mehr Nachhaltigkeit. In diesem Fall kann die Reduktion auf das Wesentliche eine Chance für die analoge Uhrenwelt darstellen. Sicherlich wird es in beiden Welten Bedürfnisse geben, auf die die Uhren-Marken eingehen können. Da in der Uhrenindustrie ein Verdrängungswettbewerb deutlich wird, werden jedoch nur die Marken überleben, die entweder beide Welten beherrschen oder schnell auf die Marktveränderungen reagieren können.

Im Hinblick auf die Vertriebskanäle in der Uhrenbranche gibt es eine starke Entwicklung in Richtung Multichannel-Betrieb. Der stationäre Handel muss sich weiterentwickeln, um für die jüngeren Zielpersonen attraktiv zu bleiben. Deshalb stellt sich die Frage, wie er sich in Zukunft nach außen darstellen wird. Natürlich wird der E-Commerce eine zunehmende Rolle spielen, da sich die digitalen Möglichkeiten ständig weiterentwickeln. Mit beispielsweise Virtual Reality wird es zukünftig möglich sein, die Uhr Zuhause anzuprobieren, ohne sie physisch am Handgelenk zu haben. Genauso wird Social Media zu einem relevanten Absatzkanal werden, solange die Marke eine entsprechende Reichweite hat. Wie zuletzt das Beispiel von Omega mit dem Online-Verkauf der Speedmaster „Speedy Tuesday“ in Kooperation mit dem Uhren-Blog Fratello Watches gezeigt hat.

Quelle: U.J.S. 3/17 (Interview mit Patrick Weigert, Chefanalyst des Deutschen Uhrenportals)

Marketinginstrumente

Wie Sie sich gut auf den nächsten Messebesuch vorbereiten

Selbstverständlich kostet ein Messebesuch viel Zeit und Geld. Doch im Gegenzug bietet er Ihnen neue wichtige Informationen, sowie den persönlichen Kontakt zu Geschäftspartnern. Für einen erfolgreichen Messebesuch sind eine positive Einstellung und klare Zielsetzungen grundlegende Voraussetzungen.

Der intensive und direkte Kontakt zu Geschäftspartnern vor Ort ist einer der großen Vorteile. Dadurch können Sie Ihr geschäftliches Netzwerk weiter ausbauen und bestehende Kontakte pflegen. Außerdem bekommt man einen umfassenden Überblick über das Branchenangebot und aufkommende Trends.

Zielsetzung eines Messebesuchs:
  • Neue Trends und Entwicklungen entdecken
  • Aktuelle Neuheiten kennenlernen
  • Kontaktpflege zu neuen und bestehenden Geschäftspersonen
  • Möglichkeit neue Aufträge zu planen

Zu einer guten Vorbereitung gehören auch im Vorfeld abgestimmte Terminvereinbarungen. Trotzdem sollte zwischen den Terminen noch etwas Zeit bleiben, um in Ruhe zum nächsten Stand zukommen und mit bekannten Personen ein kurzes Gespräch zu führen. Über neue und interessante Aussteller können Sie sich bereits vorher im Internet informieren und Ihre Besuche besser einplanen.

Um einen ersten Überblick zu bekommen, sind Kurzpräsentationen am Stand sehr hilfreich und ausreichend. Eines der wichtigsten Ziele sollten neue Kontakte sein, die Ihnen neue Möglichkeiten in Ihrer beruflichen Zukunft bieten können.

Quelle: U.J.S. 1/17

Trends

Der Markt der Luxusuhren, Teil 3: Markenwelten und Luxus

Der heutige Uhrenmarkt und das aktuelle Käuferverhalten sind geprägt von Markenwelten. Zum Verkauf einer Uhr bedarf es heutzutage einer umfassenden, erfolgreichen und idealerweise globalen Marketingstrategie, die es schafft, Begehrlichkeiten zu wecken. Die Emotionen, die die (erfolgreichen) Luxusuhrenmarken bei den Kunden wecken, tragen mittlerweile weitaus mehr zur Kaufentscheidung bei als noch vor rund 20 Jahren, als harte Fakten wie die Exklusivität und die Performance von Uhrwerken sowie die Verarbeitungsqualität im Verhältnis höher geschätzt wurden als heute. Marken mit einer möglichst eindeutigen Positionierung und Kommunikation punkten bei den verschiedenen Käufer-Personas wie z.B. den Mechanik-Einsteigern, den Performern und den wohlhabenden Hedonisten. All diese Zielpersonen haben tendenziell keine Zeit mehr für eine eingehende Recherche der Qualitäten und Fähigkeiten einer bestimmten Uhrenmarke/eines Uhrenmodells, sondern setzen auf ein möglichst zu ihnen passendes Image in der Selbstdarstellung der Marken. Auch das Mitwirken bei verschiedenen kulturellen Ereignissen, wie beispielsweise Sponsoring von Sportevents, stärkt die Kundenbindung und deren Identifikation zum Produkt. Grundsätzlich bedeutet Marke Vertrauen. Nachhaltiges Vertrauen des Konsumenten wird die Marke aber nur dann erhalten, wenn sie glaubhaft ist. Mit Marketing allein kann man kein ausreichendes Vertrauen aufbauen. Eine Marke muss glaubhaft sein; sie muss das, was sie verspricht, erfüllen – ja sogar übererfüllen. Sie muss überzeugend für Werte stehen, die zu ihr passen und die sich zum Teil auch aus der Firmengeschichte ergeben.

Die mechanische Uhr als Luxusgut

Ein Luxusgut kann als eines jener Güter bezeichnet werden, die mit steigendem Wohlstandsniveau eine deutlich verstärkte Nachfrage erleben. Luxusgüter sind oftmals an einen sozialen Status gebunden und werden unbewusst oder bewusst als Statussymbol gesehen. Das Thema (mechanische) Uhren hat sich in den letzten Jahrzehnten, insbesondere nach der sogenannten Quarzkrise (auch Quarzrevolution), stark gewandelt. War die mechanische Uhr vor der Quarzära noch ein erforderlicher Gebrauchsgegenstand mit Instrumenten-Charakter, ist sie heute viel mehr ein Luxusartikel. Viele Menschen verzichten ganz auf eine Uhr, weil sie die Zeit woanders ablesen (Handy, Tablet-Computer etc.). Andere sind bereit, sehr viel Geld dafür auszugeben. Es besteht also keine Notwendigkeit mehr, eine (mechanische) Uhr zu besitzen. Während sich vor 20, 30 Jahren zunächst Uhrenliebhaber und -sammler an der Renaissance der mechanischen Uhr erfreut haben, kritisieren gerade diese heute die teilweise heftig ausfallenden Preissteigerungen. Die mechanische Uhr ist aber eben nicht mehr vordergründig unter dem Blickwinkel des Preises zu betrachten. Sie ist, ähnlich wie eine Tasche von Hermès, ein Schmuckstück von Bulgari oder ein Auto von Ferrari, im Alltag nicht erforderlich. Sie ist Luxus oder ein Stück Lebensart, Statussymbol, ein Ausdruck von Markenbewusstsein. Dafür sind heutige Endkunden bereit, Geld auszugeben.

Personas der Uhrenkäufer

In Deutschland gibt es laut der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA 2015) 3,5 Mio Männer, die bereits im Besitz einer mechanischen Armbanduhr sind und über 600.000 Männer haben die Absicht, eine Uhr im Wert von über 500 Euro zu kaufen. Für die genaue Beschreibung dieser Kernzielgruppe bieten die Sinus-Milieus einen guten Analyseansatz.

awa

Die Sinus-Milieus liefern ein wirklichkeitsgetreues Bild der soziokulturellen Vielfalt der Gesellschaften, in dem sie die Werte der Menschen, ihre Lebensziele, Lebensstile und Einstellungen sowie ihren sozialen Hintergrund genau beschreiben. Für den Uhrenmarkt sind drei Sinus-Milieus besonders hervorzuheben (Erklärungen von Sinus):

  1. Performer: Die multi‐optionale, effizienzorientierte Leistungselite: globalökonomisches Denken; Selbstbild als Konsum‐ und Stil‐Avantgarde; hohe Technik und IT‐Affinität; Etablierungstendenz, Erosion des visionären Elans
  2. Hedonisten: Die spaß‐ und erlebnisorientierte moderne Unterschicht/untere Mitte: Leben im Hier und Jetzt, unbekümmert und spontan; häufig angepasst im Beruf, aber Ausbrechen aus den Zwängen des Alltags in der Freizeit
  3. Konservativ-Etablierte: Das klassische Establishment: Verantwortungs‐ und Erfolgsethik; Exklusivitäts‐ und Führungsansprüche, Standesbewusstsein; zunehmender Wunsch nach Ordnung und Balance

Die meisten Uhrenkäufer stammen laut verschiedenen Umfragen und Studien aus diesen drei Milieus. Durch den Wandel der mechanischen Uhr zu einem Luxusgut haben sich dementsprechend auch die Uhrenkäufertypen verändert. Vom Performer, der sich stark an Erfolg und Karriere orientiert und sich als Teil einer Leistungs- und Stilelite begreift, über den Hedonisten, der einen erlebnisorientierten und konsumfreudigen Lebensstil pflegt, bis hin zum qualitätsbewussten Konservativ-Etablierten, der besonders viel Wert auf Exklusivität und Wertbeständigkeit legt.

Die definierten Personas von Chronos sind sowohl der Besserverdiener, als auch der Konsumfreudige, die zum größten Teil zum Milieu der Performer zählen. Diese werden mit kompetenten und Überblick gebenden Artikeln angesprochen. Ein weiterer Lesertyp ist der kulturell Interessierte, der zum Milieu der Konservativ-Etablierten gehört. Er sucht in der Chronos vor allem nach qualitativ hochwertigem Hintergrundwissen und findet das in zahlreichen Tests und Artikeln über Technik und Handwerkskunst. Aber auch der Aufsteiger, der sich für die neusten Trends und In-Marken interessiert, wird mit Erklärungen von Marken und emotionalen Bildstrecken abgeholt. Dieser Lesertyp kann zu dem Milieu der Hedonisten gezählt werden. Das Uhren-Magazin beschreibt seinen Leser als männlich, mittleren Alters und in einer führenden Position tätig. Da er bereits den Wunsch hat eine Uhr zu kaufen, möchte er Kaufberatung in Form von Vergleichstests und Artikeln mit viel Hintergrundwissen. Die Website Watchtime.net spricht mit ihren Angeboten verschiedene Zielpersonen an. Dazu zählen Personas, wie der Geschäftsführer, der Investor und der Unbestechliche, die dem Milieu der Konservativ-Etablierten oder der Performer zugeordnet werden. Sie möchten nicht lange nach Informationen suchen und legen viel Wert auf kompetentes Fachwissen. Auf der anderen Seite werden Themen behandelt für Einsteiger, sowie die aktuellen Trends und Neuigkeiten aus der Branche für den sogenannten Hipster. Diese Personas können den Performern zugeordnet werden, aber auch zu einem weiteren Milieu, der Liberal-Intellektuellen.

Lesen Sie hier das vollständige eDossier „Der Markt der Luxusuhren“ auf Watchtime.net

Trends

Der Markt der Luxusuhren, Teil 2: Vertriebsmodelle und Marketingmaßnahmen

Die Luxusuhrenindustrie ist allgemein sehr stark vom Fachhandel geprägt, der ihr direkter Kunde ist. In Deutschland werden die meisten hochwertigen Uhren traditionell über Juweliere verkauft. Alle Luxusuhrenmarken haben mit dem Fachhandel selektive Distributionsverträge abgeschlossen. Damit sichern sie sich zu, dass sie nicht jeden Händler, der ihre Ware vertreiben will, beliefern müssen, sondern es sich aussuchen können. Begründet wird das damit, dass eine Luxusuhr ein bestimmtes Ambiente, eine kompetente Beratung etc. braucht. Diese ausgewählten Fachhändler führen eine begrenzte Anzahl an Marken als offizielle Konzessionäre. Die Margen der Juweliere werden durch die Kapitalbindung, hohen Mieten und Personalkosten, hohen Versicherungsbeiträgen, Kosten für Sicherheitsausstattung und letztlich auch Rabatte, die der Fachhändler den Kunden gewähren muss, geschmälert. Die Uhrenmarken sind in den letzten Jahren dazu übergegangen, in den großen Metropolen eigene Boutiquen zu eröffnen. Sie dienen mehr dem Image und als Schaufenster, Geld verdienen die meisten Marken damit nicht. Die hohen Mieten für die 1a-Lagen, teure Personalkosten und eingeschränkte Auswahl durch das Monobrand-Konzept sind die Gründe.

Bedeutende Juweliershäuser

In Deutschland ist der größte Juwelier der Filialist Wempe mit 20 Geschäften in Deutschland sowie sieben weiteren in verschiedenen Ländern (New York, Paris, Wien, London, Madrid) sowie auf der MS Europa und der MS Europa 2; dazu kommen fünf Markenboutiquen. Wempe ist aber auch Uhrenhersteller und führt seit 2006 seine eigenen Uhrenlinien mit dem Namen Wempe Zeitmesser und Wempe Chronometerwerke. Weitere wichtige deutsche Juweliere sind Rüschenbeck (Hauptsitz Dortmund) und Christ mit seinem Hauptsitz in Hagen. Als größter aus der Schweiz stammender Filialist ist Bucherer zu nennen. Er hat seit den späten 1990ern viele Geschäfte in Deutschland übernommen (u.a. Huber, München und Wallner, Nürnberg), die jetzt als Bucherer-Läden geführt werden. Wichtige Filialisten in anderen Ländern sind u.a. in Asien (u.a. Singapur) „The Hour Glass“, in der Schweiz „Les Ambassadeurs“ und in den USA „Tourneau“.

Monobrand-Stores

Das klassische Fachhandelsmodell wird in den letzten Jahren mehr und mehr in Frage gestellt. Einerseits von kleinen Herstellern, die sich im Fachhandel unterrepräsentiert fühlen und durch Online-Shops und Direktvertrieb einen Ausgleich schaffen wollen. Andererseits von großen Luxusmarken, die mehr und mehr auf Monobrand-Stores und eigene Online-Shops setzen, um ihre Produkte in der eigenen, unverfälschten Markenwelt präsentieren zu können. Da Asiaten viel mehr als Europäer markenzentriert denken, gibt es die meisten Monobrand-Stores in Asien. Die Vorteile einer eigenen Boutique sind auf der einen Seite die Sammlung von Kontaktdaten der Endkunden, die sie vom klassischen Fachhändler nicht bekommen. Zum anderen entfällt die Juweliersmarge; die Marke verdient wesentlich mehr an der verkauften Uhr. Allerdings sind bei Weitem nicht alle Boutiquen in Markenbesitz. Viele Boutiquen verkaufen exklusiv Uhren nur einer Marke, gehören aber einem Juwelier.

Internethandel

Noch vor gut einem Jahrzehnt warnten praktisch alle Luxusuhrenmarken auf ihren Websites die Kunden davor, Uhren im Internet zu kaufen. Heute sind bereits viele Marken selbst im E-Commerce tätig. Was nicht heißt, dass der klassische Ladenverkauf verschwinden muss – jedenfalls kommt eine neue Schiene hinzu. Die E-Commerce Umsätze steigen seit Jahren kontinuierlich. Und auch die Hersteller wollen davon profitieren. Gerade Richemont hat in den letzten Jahren viel in die Online-Präsenz der Konzernmarken investiert. Sehr teure Uhren sind oft noch vom E-Commerce ausgenommen, aber der Trend geht eindeutig in Richtung Internetverkauf. Anders als in den eigenen Boutiquen soll im Internet tatsächlich Geld verdient werden. Das Potenzial dafür ist mit niedrigen Kosten und hoher Marge vorhanden. Der Fachhandel sieht diese Entwicklung tendenziell mit Sorge und würde lieber selber übers Internet verkaufen, das aber lassen die meisten Marken nicht zu. Natürlich haben auch andere das Internet als Handelsplattform entdeckt. Somit kann man zum Beispiel über Chrono24 nicht nur gebrauchte Uhren kaufen, sondern findet meistens auch die aktuellen Modelle mit einem ordentlichen Preisnachlass. Diese sogenannte Grauware wird von Konzessionären an andere Händler weitergegeben. Entweder weil sie die Verkaufsaussichten in ihrem Ladengeschäft als gering einstufen, oder weil sie Umsatzvorgaben der Marken nicht anders erreichen können. Dieses Vertriebsmodell ist den Herstellern ein Dorn im Auge. Letztlich sind sie aber durch Preise, die sich nicht immer durchsetzen lassen und ebenso durch ambitionierte Umsatzvorgaben auch ein Treiber dieser Entwicklung.

Lesen Sie hier das vollständige eDossier „Der Markt der Luxusuhren“ auf Watchtime.net

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Ebner Verlag beruft Holger Christmann zum Chefredakteur des UHREN-MAGAZINS

Holger Christmann übernimmt zum 1. Juni 2018 die Chefredaktion des UHREN-MAGAZINS aus dem Ulmer Ebner Verlag. Christmann trat im März 2017 in den Ebner Verlag ein, um im Geschäftsbereich Luxusuhren eine Abteilung für Editorial Services aufzubauen. Er rief dort die Uhren- und Juweliersbeilage SAPPHIRE ins Leben, die im Herbst 2017 erstmals erschien. Der Blattmacher erfand und entwickelte einst im Verlag Gruner & Jahr das Magazin Park Avenue und war mehrere Jahre Chefredakteur der Weltkunst aus der Verlagsgruppe der ZEIT, wo er die Berichterstattung über Uhren-, Design- und Luxusthemen ausweitete.

Holger Christmann wird neuer UHREN-MAGAZIN-Chefredakteur

Holger Christmann wird neuer UHREN-MAGAZIN-Chefredakteur

„Ich freue mich auf die Herausforderung und die Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen, speziell mit Martina Richter (stellvertretende Chefredakteurin UHREN-MAGAZIN), einer der profiliertesten Uhrenkennerinnen des Landes.“, sagt Holger Christmann.

Holger Christmann tritt die Nachfolge von Thomas Wanka an, der die Zeitschrift 16 Jahre leitete und sich nun auf eigenen Wunsch neuen Aufgaben widmen wird. Er bleibt dem UHREN-MAGAZIN verbunden und wird weiterhin Leserreisen für das Magazin durchführen. Das UHREN-MAGAZIN war Deutschlands erstes Special-Interest-Magazin für Armbanduhren und erscheint in seinem 29. Jahr. Es ist als klares Kaufberatungsmagazin positioniert und zeigt sowohl Einsteigern als auch Connoisseuren durch Wissensvermittlung, Test und wesentliche Produktneuheiten die Welt der besonderen Uhren.

Für mehr Informationen besuchen Sie www.ebnerpublishing.com
Fragen richten Sie bitte an lutz@ebnerverlag.de

Marketinginstrumente / Trends

Onlinehandel und Luxusuhren – eine Symbiose mit Zukunft?

Formex Swiss Watches sieht der Zukunft mit dem Online-Handel erwartungsvoll entgegen. Seit dem Jahr 2016 verkauft der Bieler Uhrenhersteller seine Modelle ausschließlich über den Online-Kanal und direkt an den Endkunden. Mit einer neuen App überwindet die Marke nun auch die Lücke zwischen Haptik und Tragegefühl durch Virtualität: Die Lösung ist ein realitätsgetreues Projizieren der favorisierten Uhr auf das Handgelenk des potenziellen Käufers.

McKinsey and Company veröffentlichte bereits 2015 einen Report über Luxusgüter im Onlinehandel. Wie stark diese Sparte wächst, lässt sich an dem Online-Verkaufswachstum von Jahr 2013 auf 2014 mit über 50% -auf 14 Milliarden Euro- festmachen; Tendenz weiter steigend. Bereits im Jahr 2015 wurden 75% aller Luxuskäufe digital beeinflusst. Nach Einschätzung von McKinsey wird dies bis 2025 die gesamte Masse abdecken.

Auch das in Düsseldorf ansässige Uhrenfachgeschäft Blome, welches dieses Jahr bereits sein 70-jähriges Bestehen feiert, profitiert von dieser digitalen Entwicklung. Der stationäre Händler zeigt sich sehr offen gegenüber dem Onlinehandel und ergänzte in diesem Sinne, im Jahr 2014, seinen Service um ein Internet-Angebot. Seitdem vertreibt H.D. Blome GmbH & Co. KG Luxusuhren sicher, schnell und zuverlässig, auch auf der hauseigenen Website. Zu anfangs trieb der Fachhändler für Uhren sein Onlinegeschäft mit einer Apple Watch an, welche Blome in Form einer Gratisbeigabe zum Kauf einer jeden hochwertigen Uhr beisteuerte. Durch den zusätzlichen Vertriebsweg ermöglicht es Blome seinen Kunden außerdem, die Verfügbarkeit vieler Marken online zu sehen und die Uhr für ihren Besuch im selbigen Fachgeschäft zu reservieren. Für einige Marken ist Blome Uhren der erste offizielle Fachhändler, der Luxusuhren sowohl über den Onlinekanal als auch im stationären Geschäft vertreibt.

Mit Blick auf die beiden Beispiele scheint die Zukunft für den Onlinehandel, in Bezug auf die Luxusuhrenbranche, durchaus erfolgsversprechend zu werden.

 

Ausführliches hierzu finden Sie auf Blome Uhren und McKinsey & Company.

Video zur Verfügung gestellt von Formex Swiss Watches.

Trends

Schweizer Uhrenexporte steigen im Juli konstant weiter

Im Juli hält der positive Trend der Schweizer Uhrenexporte bereits im dritten Monat in Folge an. Der Gesamtexportwert der Uhren, die die Schweizer Grenze überquert haben, betrug 1,7 Milliarden CHF. Damit lag der Wert um 3,6 Prozent höher als im Juli 2016. Der Aufschwung des Jahrestrends setzte sich daher auch im vergangenen Monat fort und lässt eine Stabilisierung prognostizieren.

Die Uhren aus Edelmetall und Stahl unterstützen diesen Monat stark den Anstieg, während die Exporte von Uhren aus anderen Materialien, wie Bimetall, gesunken sind. Das Volumen blieb insgesamt stabil – der gestiegene Export von Stahluhren glich den Rückgang der Kategorien „Andere Metalle“ und „Andere Materialien“ aus.

Entgegengesetzt dem Trend der letzten Monate, verzeichneten im Juli die Exportzahlen der Uhren im Wert unter 200 Franken (Exportpreis) einen erheblichen Rückgang. Die Verschlechterung der exportierten Stückzahlen (-14,7%) hatte einen entscheidenden Einfluss auf den Gesamtbetrag, dessen Wert noch stärker sank (-18,2%). Die Uhrenexporte in anderen Preissegmenten vermeldeten ein Wachstum, vor allem die für die Uhren im Wert über 500 Franken.

Uhrenexporte nach Hong Kong (+16,8%) profitierten von einem sehr günstigen Basiseffekt, welcher dazu führt, dass dort ein nachhaltiges Wachstum erzielt werden kann und eine weitere Erholung als mittelfristiger Trend in Aussicht steht. Die Exportergebnisse in die USA, welche in den letzten Monaten bei der Null-Grenze variierten, wurden im Juli -zum ersten Mal seit fast 2 Jahren- leicht korrigiert (+1,4%). China (+22,3%) verzeichnete keine besondere Veränderung und setzte demzufolge das starke Wachstum fort. In Europa verlautete Frankreich einen Rückgang in Höhe von -1,7%, ebenso wie Italien (-14,3% nach einigen sehr guten Monaten).  Das Vereinigte Königreich meldete den ersten Rückgang des Jahres, mit -8,5 Prozentpunkten. Hingegen war Deutschland, mit einem Wachstum von +13,4%, der führende Part im europäischen Raum.

Hier geht es zu den vollständigen (englischsprachigen) Statistiken.

Trends

Schweizer Uhrenexporte steigen im Juni konstant weiter

Der positive Trend der Schweizer Uhrenexporte hält im Juni weiter an. Der Gesamtexportwert der Produkte, die die Schweizer Grenze überquert haben, betrug 1,7 Milliarden CHF. Damit lag der Wert um 5,3 Prozent höher als im Juni 2016. Der allgemeine Aufschwung folgt den guten Ergebnissen des letzten Monats.

Die Uhren aus Edelmetall und Stahl unterstützen diesen Monat stark den Anstieg, während die Exporte von Uhren aus anderen Materialien, wie Bimetall, gesunken sind. Somit gleichte der gestiegene Export von Stahluhren den Rückgang der Kategorien „Andere Metalle“ und „Andere Materialien“ aus und stärkte das gesamte Wachstum.

Wie bereits im Mai sind die Exportzahlen der Uhren im Wert unter 200 CHF (Exportpreis) gesunken. Im Gegensatz dazu verzeichneten die anderen Preissegmente einen signifikanten Anstieg.

Einige Märkte meldeten ein anhaltendes Wachstum. Zum Beispiel Italien konnte mit +16,5 Prozent den zweiten Monat ein starkes Wachstum mit nachhaltigem Aufschwung verzeichnen. Das Vereinigte Königreich profitierte wieder von seiner Währungssituation und dokumentierte mit +35,6 Prozent das stärkste Wachstum seit mehr als zwei Jahren. Nach drei Monaten bemerkenswerter Ergebnisse, hält in China das Wachstum mit +11,5 Prozent weiter an und schließt ein hervorragendes erstes Halbjahr ab. Hong Kong war mit +4,6 Prozent deutlich näher am weltweiten Durchschnitt und verstärkt seinen Wiederaufschwung. Die USA meldete mit einem Rückgang von -1,3 Prozent keine Veränderungen in ihrer generellen wirtschaftlichen Situation.

Hier geht es zu den vollständigen (englischsprachigen) Statistiken

Trends

Der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie meldet starkes Exportwachstum im Mai

Die Exporte der Schweizer Uhrenindustrie stiegen im Mai stark an. Der Gesamtwert betrug 1,7 Milliarden CHF und hatte damit ein positives Wachstum von 9 Prozent im Vergleich zum Mai des letzten Jahres. Nach dem Monat März war es nun der zweite positive Monat in diesem Jahr, der den Aufschwung der Schweizer Uhrenindustrie bestätigt.

Der Verkauf von Armbanduhren aus Edelmetall hat das Wachstum gestärkt, genauso wie der Verkauf von Stahluhren. Alle Kategorien, außer „andere Metalle“, konnten ein wertmäßiges Wachstum melden.

Der negative Trend von Zeitmessern in der Preiskategorie unter 200 CHF (Exportpreis) hält weiterhin an. Dieser Fall hatte eine ausschlaggebende Wirkung auf das Gesamtvolumen der Schweizer Uhrenexporte im Monat Mai. Währenddessen wuchsen alle anderen Preiskategorien signifikant an. Besonders hervorgestochen ist die Preiskategorie mit Armbanduhren im Wert von über 3.000 CHF (Exportpreis), die ein wertmäßiges Wachstum von +14,9 Prozent verzeichnete.

Die wichtigsten Märkte für die Schweizer Uhrenindustrie haben ein starkes Wachstum im Mai berichten können. Hong Kong (+18,1 Prozent) und China (+34,4 Prozent) führen den asiatischen Markt an. Doch die Situation in Japan hat sich mit einem Rückgang von -3,2 Prozent weiter verschlechtert. Der anhaltende negative Trend in den USA zeigt auch im Mai seine Auswirkung und verursacht einen leichten Rückgang von -1,1 Prozent. Dahingegen konnten die vier führenden europäischen Märkte, Italien (+26,7 Prozent), das Vereinigte Königreich (+12,9 Prozent), Frankreich (+9,5 Prozent) und Deutschland (+3,7 Prozent) ein Wachstum melden.

Hier geht es zu den vollständigen (englischsprachigen) Statistiken

Trends

Schweizer Uhrenexporte: Geringerer Rückgang der Absatzzahlen als erwartet

Obwohl der April drei Arbeitstage weniger hatte als letztes Jahr, betrug der Gesamtwert der Absatzzahlen der Schweizer Uhrenexporte 1,5 Milliarden CHF. Deswegen war die Schrumpfung von -5,7 Prozent geringer als erwartet. Der allgemeine Trend bleibt damit sehr nah am Wert vom Vormonat März.

Edelstahluhren waren am stärksten von der schwächeren Nachfrage betroffen. Im Gegensatz dazu erreichten Zeitmesser aus Bi-Metall ein signifikantes Wachstum. Das Gesamtvolumen war letztlich doch sehr von den weiterhin sinkenden Zahlen in der Kategorie „Andere Materialien“ betroffen.

Uhren mit einem Exportpreis von unter 200 CHF mussten einen starken Rückgang melden. Der Wert dieser Preiskategorie fiel um -21,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dahingegen konnten Zeitmesser über 200 CHF in allen Kategorien einen gleichmäßigen Rückgang von durchschnittlich -4,5 Prozent bei der Anzahl und im Wert verzeichnen.

Die Hauptmärkte haben sich in diesem Monat sehr anhand ihrer Absatzzahlen von Schweizer Uhrenexporten unterschieden. Hong Kong (-16,8 Prozent) und die USA (-19 Prozent) mussten einen steilen Fall melden. Währenddessen sind China mit 38,9 Prozent und das Vereinigte Königreich mit 30 Prozent noch schneller wie zuvor gewachsen. Japan bleibt im negativen Bereich, genauso wie Italien mit -13,4 Prozent und Deutschland mit -5,3 Prozent.

Hier geht es zu den vollständigen (englischsprachigen) Statistiken