WATCHMARKETEER

Der deutsche Marketing-Blog für Luxusuhren

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Frank-Michael Müller im Interview: Verbraucher brauchen ein klares Bild der Marke

Im Interview mit dem Watchmarketeer spricht der Geschäftsführer von Responsio, Frank-Michael Müller, über die verschiedenen Zielgruppen der Luxusuhrenmarken und wie wichtig eine kontinuierliche und klare Kommunikationsstrategie für das Bild einer Marke ist.

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Aus welchen sozialen Umfeldern/Milieus stammen die meisten Luxusuhrenkäufer?

Einen klaren Schwerpunkt der Luxusuhrenkäufer sieht man in den Sinus-Milieus der Konservativ-Etablierten, Performer und Liberal-Intellektuellen. Je nach Marke sind die Schwerpunkte sehr unterschiedlich. Ein Markenbeispiel, das perfekt im Liberal-Intellektuellem Milieu verankert ist, ist Nomos. Es gibt kaum eine Marke, die so klar in den Köpfen verankert ist und sich somit perfekt positioniert hat. Im Milieu der Performer ist zum Beispiel IWC sehr gut positioniert.

In wie weit hat sich die Mediennutzung der Luxuskunden verändert und über welche Kommunikationskanäle spricht man sie am besten an?

Über welche Kommunikationskanäle die Zielgruppe am besten erreicht wird, hängt in erster Linie von der Zielsetzung der Marke ab. Zielgruppen im Uhrenmarkt nutzen durchaus die sozialen Medien, aber in sehr unterschiedlicher Weise. Teilweise sind sie gut über die sozialen Netzwerke erreichbar und andere nutzen diese Plattformen nur wenig. Für eine junge und stylische Uhrenmarke führt kein Weg daran vorbei, in den sozialen Medien präsent zu sein. Aber für hochwertige und hochpreisige Marken ist dieser Marketingkanal noch nicht so stark ausgeprägt. Hier informieren sich die potenziellen Kunden lieber in einem Katalog oder einem Special-Interest wie Chronos über die neusten Uhrenmodelle.

Wie können traditionelle Luxusuhrenmarken die sozialen Netzwerke sinnvoll nutzen?

Hierfür müssen genaue Zielsetzungen im Marketing und Vertrieb definiert werden. Wenn man sich die Preisbereiche jenseits der 10.000 Euro anschaut, ist der Anteil der Nutzer in den sozialen Medien noch recht überschaubar. Als Marke muss man sich entscheiden, ob eine langfristige oder kurzfristige Strategie verfolgt werden soll. Wenn sich eine Marke dazu entscheidet auf den sozialen Netzwerken präsent zu sein, investiert sie gleichzeitig auch in die Zukunft. Viele Uhrenmarken haben bereits kleine Abteilungen, die sich um die Präsenz in den sozialen Medien kümmern. Der entscheidende Punkt ist auch hier, eine klare Strategie zu verfolgen und nicht nur schöne Bilder und Texte zu veröffentlichen. Viele Marken erreichen bereits hohe Zugriffszahlen auf ihren sozialen Profilen. Aber sollte nicht die Qualität, also wen ich damit erreiche, wichtiger sein als die Quantität? Dafür gibt es keine pauschale Lösung, sondern muss je nach Marke und Zielsetzungen gesucht werden. Damit die Botschaft in den Köpfen bekannt wird und sich verankert, muss eine kontinuierliche und dauerhafte Kommunikation stattfinden, ansonsten bekommt auch der Verbraucher kein klares Bild der Marke.

Warum ist das Image einer Luxusuhrenmarke für den Endkunden zu so einem wichtigen Kauffaktor geworden?

Der Kauffaktor „Image“ ist nicht für jede Zielgruppe entscheidend und hängt stark vom jeweiligen Milieu ab. Zum Beispiel ist es für den Hedonisten besonders wichtig, dass seine Mitmenschen schnell erkennen welche Uhrenmarke er am Handgelenk trägt und welchen Wert dieses Uhrenmodell hat. Auf der anderen Seite setzt der Liberal-Intellektuelle auf das Understatement und legt keinen Wert darauf, dass die Marke seiner Armbanduhr sofort erkennbar ist. Die Konservativ-Etablierten achten wiederum besonders auf die Wertigkeit einer Uhr und setzen auf das Vertrauen in eine Marke. Aus diesem Grund muss jede Marke je nach Zielgruppe andere Images bedienen und kommunizieren.

Welches Vertriebsmodell ist für eine Luxusmarke am zukunftsfähigsten?

Auf diese Frage gibt es in der Branche noch nicht „die“ Antwort oder Lösung. Die Entwicklungen in den nächsten fünf Jahren werden spannend bleiben. Es gibt einen Trend in Richtung E-Commerce. Hierfür stellt sich die Frage, ob es dem Kunden reicht, die Uhr vor dem Kauf einmal in der Hand gehalten zu haben. Danach kann die Bestellung auch über einen Online-Shop erfolgen. Oder muss der Kunde die Armbanduhr auch beim Kauf nochmal live sehen.  Die Anzahl der Fachhändler wird in den nächsten Jahren deutlich zurückgehen. Überleben werden die Händler mit einer starken Beratungskompetenz, hoher Servicequalität und die einen erlebbaren Mehrwert für den Kunden bieten.

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Printmagazine haben weiterhin eine starke Werbewirkung

Trotz der Digitalisierung, die massive Auswirkungen auf die Nachrichtenmagazine und Tageszeitungen hat, sind sie weiterhin die renditestärksten Mediengattungen. Print leistet immer noch einen funktionalen Beitrag zur Werbewirkung, der durch andere Medien nicht ersetzt werden kann. Diese Einstellung vertritt Boris Schramm, Managing Director von Group M, im Interview mit HORIZONT. Die intensive Lektüre einer Zeitschrift ist seiner Meinung nach etwas komplett anderes und kann nicht mit dem Klicken auf reichweitenoptimierte Headlines im Netz verglichen werden.

Durchgeführte Studien zur Mediennutzung, wie Deloitte und AWA, prognostizieren die Zukunft der Printmagazine in der digitalen Welt. Demnach besteht keine Verdrängung der gedruckten Magazine, sondern die Online-Angebote bilden eine ergänzende Informationsquelle.

Die Media Consumer Survey 2016 von Deloitte hat 2.000 deutsche Konsumenten im Alter von 14 bis 75 befragt. Im Printbereich wurde deutlich, dass gedruckte Magazine immer noch als wertiges, haptisches Produkt geschätzt werden. Laut der Studie ziehen über ein Drittel der Befragten gedruckte Zeitschriften kostenlosen Online-Angeboten vor.

Die Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse AWA 2016 hat ebenfalls die Mediennutzung untersucht und konnte damit die stete Nachfrage von Printmagazinen belegen. Online-Angebote können die physische Komponente traditioneller Printmagazine nicht ersetzen. Sie sind vielmehr eine Ergänzung und stellen weiterführende Informationen zur Verfügung.

Entscheidend ist es seine Zielgruppe und Leserschaft genau zu kennen und sein Produkt danach auszurichten. Trotz der Digitalisierung spricht ein haptisch, hochwertiges Magazin mit ansprechenden Fotostrecken und interessanten Stories ein breites Publikum an. Im Gegensatz dazu ist es im Internet wichtiger zusätzliche Informationen bereit zu stellen und Themen zu vertiefen.

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Wie Sie das Kaufinteresse für Ihr Produkt wecken

Warum entscheiden sich Menschen für ein ganz bestimmtes Produkt und nicht für ein anderes? Diese Frage muss man sich als Marketingleiter und Geschäftsführer stellen. Besonders wenn sich der Kunde für ein hochpreisiges Produkt entscheidet, anstatt für ein qualitativ gleichwertiges und preisgünstigeres Produkt.

Diese Kaufentscheidung zeigt, dass Kunden ein Produkt nicht unbedingt wegen seiner qualitativen Vorzüge, sondern oftmals wegen des subjektiven Nutzens kaufen. Zum Beispiel Uhrenhersteller verkaufen nicht nur Armbanduhren. Sie verkaufen das Gefühl von Exklusivität und die Faszination an mechanischer Handwerkskunst. Es ist zum Statussymbol geworden und zeigt zu welchem sozialen Milieu der Träger gehört.

Aus diesem Grund muss ein Unternehmen seinen Kunden genau das geben, was sie auch wollen. Damit sich ein potentieller Kunde für Ihr Produkt entscheidet, sollte das Produkt genau die Lösung auf das „Problem“ sein und bestenfalls seine Wunschvorstellung erfüllen. Über dieses interessante Thema hat Holger Gassenschmidt einen lesenswerten Artikel auf seinem Blog veröffentlicht.

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Optimale Kampagnenwirkung mit der richtigen Kombination von Online-Formaten

Im Rahmen einer mehrstufigen Marktforschung hat sich G+J e|MS mit dem Thema befasst, wie die perfekte Zusammenstellung einer erfolgreichen Online-Kampagne aussieht und welche Rolle Display-Werbung, Ad Specials und Native Advertising darin spielen.

Laut einer Vorstudie der Untersuchung beschreiben die Konsumenten eine optimale Werbung als informativ und unauffällig, dafür aber originell und intelligent. Für Vermarkter ist es nichts Neues, dass sich die Nutzer eine störungsfreie Internetnutzung wünschen. Trotzdem sind die User durchaus für Werbung aufgeschlossen, die sie thematisch interessieren.

Im folgenden Beitrag wird dargestellt, inwiefern eine wirkungsvolle Online-Kommunikation von einem geplanten Zusammenspiel mit mehreren Werbeformaten abhängt. Jedes Format hat eine andere Wirkung und verfolgt ein anderes Ziel beim Konsumenten. Anhand eines Praxisbeispiels analysiert der Autor, Frank Vogel, die einzelnen Instrumente und deren individuelle Funktion im Formatmix.

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Evergreen Printmedium – Fachmedien zählen auch heute zu den einflussreichsten

„Es gibt keinen Beleg dafür, dass gedruckte Medien an Werbewirkung eingebüßt haben“

– Sven Dierks, Professor für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Frankfurt.

So schätzen, laut den Umfrageergebnissen von AWA, vor allem souveräne Vielleser gedruckte Texte in besonderer Weise. Insbesondere Führungskräfte nutzen Fachzeitschriften als wichtigste Informationsquelle, welche einen erheblichen Einfluss auf die Kaufentscheidungen haben (B2B-Entscheideranalyse 2016/17).

Die Zahl der Kernleser von Fachzeitschriften steigt vor allem dann, wenn in absehbarer Zeit ein Kauf des hochpreisigen Produktes in Aussicht steht.

Heiko Genzlinger, CEO der Score Media Group, betont, dass sich das gute Image des Printmediums auch auf den Werbungstreibenden überträgt und dessen Wirkung somit bedeutsam gesteigert wird.

Laut AWA werden längere Texte weiterhin präferiert auf dem Papier gelesen. Die bei der Datenerhebung am häufigsten gewählten Aussagen wie beispielsweise „Ich kann mir etwas, das ich auf Papier gelesen habe, besser merken als etwas, das ich auf dem Bildschirm gelesen habe“ bestärken das Ergebnis der AWA Analyse von 2015 bis 2017, welches eine Stabilität der Reichweite von Special-Interest-Zeitschriften nachweist.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse und in der HORIZONT Ausgabe 33/2017 vom 17.08.2017 (Report Werbewirkung, S.40-41).

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Onlinehandel und Luxusuhren – eine Symbiose mit Zukunft?

Formex Swiss Watches sieht der Zukunft mit dem Online-Handel erwartungsvoll entgegen. Seit dem Jahr 2016 verkauft der Bieler Uhrenhersteller seine Modelle ausschließlich über den Online-Kanal und direkt an den Endkunden. Mit einer neuen App überwindet die Marke nun auch die Lücke zwischen Haptik und Tragegefühl durch Virtualität: Die Lösung ist ein realitätsgetreues Projizieren der favorisierten Uhr auf das Handgelenk des potenziellen Käufers.

McKinsey and Company veröffentlichte bereits 2015 einen Report über Luxusgüter im Onlinehandel. Wie stark diese Sparte wächst, lässt sich an dem Online-Verkaufswachstum von Jahr 2013 auf 2014 mit über 50% -auf 14 Milliarden Euro- festmachen; Tendenz weiter steigend. Bereits im Jahr 2015 wurden 75% aller Luxuskäufe digital beeinflusst. Nach Einschätzung von McKinsey wird dies bis 2025 die gesamte Masse abdecken.

Auch das in Düsseldorf ansässige Uhrenfachgeschäft Blome, welches dieses Jahr bereits sein 70-jähriges Bestehen feiert, profitiert von dieser digitalen Entwicklung. Der stationäre Händler zeigt sich sehr offen gegenüber dem Onlinehandel und ergänzte in diesem Sinne, im Jahr 2014, seinen Service um ein Internet-Angebot. Seitdem vertreibt H.D. Blome GmbH & Co. KG Luxusuhren sicher, schnell und zuverlässig, auch auf der hauseigenen Website. Zu anfangs trieb der Fachhändler für Uhren sein Onlinegeschäft mit einer Apple Watch an, welche Blome in Form einer Gratisbeigabe zum Kauf einer jeden hochwertigen Uhr beisteuerte. Durch den zusätzlichen Vertriebsweg ermöglicht es Blome seinen Kunden außerdem, die Verfügbarkeit vieler Marken online zu sehen und die Uhr für ihren Besuch im selbigen Fachgeschäft zu reservieren. Für einige Marken ist Blome Uhren der erste offizielle Fachhändler, der Luxusuhren sowohl über den Onlinekanal als auch im stationären Geschäft vertreibt.

Mit Blick auf die beiden Beispiele scheint die Zukunft für den Onlinehandel, in Bezug auf die Luxusuhrenbranche, durchaus erfolgsversprechend zu werden.

 

Ausführliches hierzu finden Sie auf Blome Uhren und McKinsey & Company.

Video zur Verfügung gestellt von Formex Swiss Watches.

Trends

Influencer Marketing – Im Interview mit Robert-Jan Broer: „You need to follow the consumer, not the brand“

Bereits im Juli berichtete der Watchmarketeer über die Macht der Influencer in der Luxusuhrenbranche. Ausgehend von dem darin beschriebenen Musterbeispiel (Speedy Tuesday) des erfolgreichen Influencers, Robert-Jan Broer, baten wir ihn um ein kurzes Interview.

Um das Thema Influencer Marketing wird derzeit heiß debattiert. Der Gründer des angesehenen Uhrenblogs „Fratellowatches“, Robert-Jan Broer, hat dazu eine ganz klare Meinung: Es gibt eine deutliche Diskrepanz zwischen tatsächlichen Influencern und Menschen die Influencer Marketing betreiben. Influencer eines Produktes oder einer Marke zu sein, bedeutet viel mehr, als lediglich den generierten Followern das Produkt zu vermarkten. Es geht um Authentizität, Herzblut und die wahre, selbst erlebte Geschichte.

 

Watchmarketeer: Was macht das Influencer-Marketing, insbesondere in der Luxusuhrenbranche, so erfolgreich?

Broer: Influencer Marketing funktionierte für eine ganze Weile. Doch die Konsumenten werden kritischer und zynischer – was deren Einstellung gegenüber dieser Art von Marketing betrifft. Momentan funktioniert das Influencer Marketing in der Modebranche noch recht gut. Jedoch macht es die Gesetzgebung diesen Modebloggern, den sogenannten „Fashionistas“, immer schwerer, die ausgewählten Produkte weiterhin zu promoten, ohne dass diese Giveaways als Einkommen angesehen werden. Für Luxusuhren funktioniert das Influencer Marketing nicht. Es gibt aber einen Unterschied zwischen Influencer Marketing und einem Influencer. Influencer Marketing ist eine Masche. Ein Influencer ist, laut Definition, keine Masche bzw. kein Trick.

 

Watchmarketeer: Welche Charakteristik und welche Qualitäten braucht Ihrer Meinung nach ein erfolgreicher Influencer?

Broer: Man muss eine wirkliche, reale Story zu erzählen haben – keine fingierte. Das ist es auch, woran Influecer Marketing in den meisten Fällen scheitert und mit enttäuschenden Ergebnissen endet. Als Influencer müssen Sie ein Experte in dem sein, was Sie tun. Die Fähigkeit besitzen, Ihre Botschaft an eine große Gruppe von Menschen zu übertragen und es schaffen, ein großes Publikum in eine gewisse Richtung zu bewegen.  Es braucht mehr als das Generieren (oder Kaufen) von Followern auf Instagram und das Aufdrücken von Produkten. Sie als Influencer müssen in der Lage sein, dem Publikum beweisen zu können, dass Sie aufrichtig sind und etwas über die Uhr zu sagen haben. Außerdem ist es notwendig, dem Tempo Schritt zu halten, sich in sein Publikum hinein zu versetzen und für das Produkt zu stehen. Ein Beispiel dafür: Lassen Sie Taten sprechen! Die Menschen müssen sehen, dass Sie Ihr eigenes Geld in diese eine Uhr investieren – dann glauben sie Ihnen.

 

Watchmarketeer: Planen Sie nach dem Erfolg der Speedy Tuesday Edition eine Zusammenarbeit mit anderen Uhrmarken? Und falls ja, welche Art der Kooperation würden Sie bevorzugen?

Broer: Nein, tue ich nicht. Es würde für uns keinen Sinn ergeben, uns beispielsweise etwas mit einer Baume & Mercier limited Edition oder sogar einer IWC limited Edition einfallen zu lassen. Das würde außerdem die „Speedy Tuesday Watch“ schwächen. Wir geben, diesen Marken gegenüber, eine neutrale Berichterstattung. Deswegen haben wir für alldiejenigen auch keine authentische Sammlergeschichte, die wir unserem Publikum über diese Uhren erzählten könnten – so wie wir sie für die Speedy Tuesday haben. Speedy Tuesday wurde eine eigene Gemeinschaft, sozusagen eine Bewegung. Wir (als Team) können eine zweistellige Anzahl an Uhren unser Eigen nennen, gekauft von unserem eigenen Geld mit mehr als 20 Jahren Erfahrung – oder noch länger. Wir wissen, worüber wir reden und wir wissen, was in der Welt der Speedmaster Sammler passiert.

Es wäre schwach und wenig überzeugend, mit einer limitierten Ausgabe einer anderen Marke aufzutreten und diese so zu präsentieren, als würden wir auch für diese einstehen. Es wäre dann einfach nur eine „andere“ limitierte Edition. Deswegen bevorzugen wir mit anderen Marken auch eine andere Art der Zusammenarbeit. Beispielsweise Sammler-Events, Showcases für unsere Leser, oder wir berichten über deren Uhren (wie wir es schon immer taten). Wenn jede Marke bereit wäre, eine limitierte Ausgabe mit dem Namen eines Magazins auf dem Gehäusebogen herauszubringen, wäre dies nicht nur lächerlich. Ebenso würde, sowohl die Marke als auch das Magazin, ihre Glaubwürdigkeit verlieren. Um Glaubwürdigkeit zu erzeugen, muss eine wahre Story erzählt werden – so wie wir es mit Omega taten oder so etwas wie TAG Heuer mit deren Sammlergemeinde auf die Beine gestellt hat. Nur dann macht das Ganze auch Sinn.

Das sind vielleicht nicht die Antworten, die Sie sich erhofft haben, aber meine Meinung über dieses Thema. Influencer Marketing ist ein derzeit viel diskutiertes Thema, besonders bei den Verbrauchern. Diese haben oft einen anderen Standpunkt, als die vielen Marken und Vermarkter da draußen. Man muss den Konsumenten folgen, nicht der Marke. Der Konsument entscheidet.

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Native Advertising als wichtiger Teil des Marketingplans

Bei der Erstellung eines Marketingplanes stellt sich natürlich immer wieder die Frage, wie eine Marke ihre Zielgruppe überzeugen und über den Marketing-Funnel, aus geschaffener Aufmerksamkeit tatsächliche Käufer konvertieren kann. Häufig kann nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden, warum letzten Endes eine Konversation mit einem Kunden entstanden ist – nicht alles ist messbar.

Jedoch kann ein Aspekt dafür ausschlaggebend sein: Native Advertising Formate, bei denen Werbeinhalte im gleichen Stil wie redaktioneller Content aufbereitet werden. Edukativ, unterhaltsam, inspirierend, nutzwertig.

Einige Aspekte dieser Formate sind:

Das richtige Format für Ihr Image?

Möchten Sie, als Luxusmarke, Ihren Content in Premiumfeldern platzieren? Dieses Instrument passt sich im Layout dem redaktionellen Umfeld an nutzt, nach Möglichkeit, auch die journalistische Darreichungsform der Träger-Publikation (-Channels).

Komplexes einfach darstellen!

Vor allem im hochpreisigen Segment ist es für potentielle Kunden von Vorteil, neben der aufmerksamkeits-schaffenden Markenbotschaft auch Markendetails und Hintergrundinformationen zu erhalten. Im Vergleich zu Display Werbung bietet diese Art der Kampagne die Möglichkeit, komplexe Tatbestände anschaulich darzustellen und die Geschichte hinter einer Marke oder einem Produkt zu erzählen.

Nichtsdestotrotz: Der Content muss stimmen

Nicht zu vergessen ist der zielgruppenorientierte Content. Ohne diesen kann diese Werbeform im bekannten Umfeld nicht ihre volle Wirkung entfalten. Ein Plus für klar-umgrenzte Themengebiete, in denen die Geschichten von Anbietern für beinahe jeden Leser oder Nutzer einen Mehrwert darstellen – wenn sie gut gemacht sind!

Den vollständigen Beitrag finden Sie auf Nativeadvertising.de

 

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Viewability-Rate von Display Advertisings: Automatisch gebuchte Banner floppen

Meetrics veröffentlichte seinen aktuellen Viewability-Report. Das Resümee: Insgesamt steigt die Sichtbarkeit von Display Advertisings, die automatisch gebuchten Anzeigen fallen jedoch aus dem Raster.

Die durchschnittliche Sichtbarkeit von Display Anzeigen, im zweiten Quartal, liegt in Deutschland bei 57 Prozent. Jedoch mit einem deutlichen Unterschied bei zweierlei Kaufsarten: Die direkt gebuchten Advertisings  (59 Prozent Viewability) sind den automatisch gebuchten Werbeanzeigen (52 Prozent Viewability) in ihrer Sichtbarkeit weit voraus.

Konkret bedeutet dies, dass die Marken in der Luxusgüterindustrie abwägen müssen: Preisersparnis oder höhere Sichtung

  • Entscheiden sie sich für die preiswertere Variante, die Automatic Advertisings, nehmen sie eine deutlich geringere Sichtung von den potenziellen Kunden in Kauf.
  • Getreu dem Stil „Qualität hat ihren Preis“, sorgen die Brands auf dem Luxusmarkt mit den Direct-Buying-Prozessen für einen besseren Blickfang bei den Display Advertisings.

Lesen Sie hier den vollständigen Beitrag auf basicthinking.de

 

Trends

Die Macht der Influencer in der Luxusuhrenbranche

Die zum Teil noch konservative Uhrenindustrie hatte lange nur wenig Informationen über ihre Produkte preisgegeben. Jetzt bieten Uhren-Blogger Plattformen zum Austausch für Uhreninteressierte und geben in ihren Beiträgen auch tiefere Einblicke in die Uhrenwelt. Mittlerweile entscheiden sie welche Uhr oder Marke als Statussymbol gilt und bauen zunehmend ihre eigene Community auf.

Zu diesen erfolgreichen Influencern gehört auch der Holländer Robert-Jan Broer. Mit der Gründung von Fratello Watches baute er 2004 mit seinem Team einen der erfolgreichsten Uhren-Blogs weltweit auf. Im Jahr 2012 startete die Fratello Watches-Redaktion die Beitragsserie „Speedy Tuesday“, in der wöchentlich neue Beiträge über Omega-Speedmaster-Modelle erscheinen. Seitdem veröffentlichen Omega-Fans Beiträge auf ihren sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #SpeedyTuesday und die Community wächst kontinuierlich weiter.

Mit seinem Wissen, seiner Kompetenz und Glaubwürdigkeit beeinflusst Robert-Jan Broer, als Social Influencer, das Kaufverhalten seiner Leser und Follower. Genau dieser Einfluss wurde deutlich, als die auf 2.012 Stück limitierten „Speedy Tuesday“-Modelle von Omega in knapp 4 Stunden komplett ausverkauft waren. Die Vermarktung erfolgte hauptsächlich über das soziale Netzwerk Instagram und wurde über den Online-Shop von Omega verkauft.

„Wir konnten mit dieser Aktion zeigen, wie einflussreich unsere Leser, Uhrensammler und Uhrenliebhaber sind“, sagt der Fratello Watches-Gründer.

Zum 5-jährigen Jubiläum von Speedy Tuesday wurde ein gleichnamiges Magazin produziert und als Beilage in das WatchTime USA Magazin beigefügt und ist außerdem in ausgewählten Omega-Boutiquen erhältlich. Ein erfolgreiches Projekt, das der Uhren-Blog mithilfe der Chronos-Redaktion verwirklichen konnte. Seit 2014 ist Fratello Watches ein Teil der Ebner Uhrenmedien und arbeitet eng mit den Kollegen von Chronos, Watchtime.net und Uhren-Magazin zusammen.

Finden Sie hier zusätzliche Informationen über das Speedy Tuesday Magazin.

Quellen:
GZ 7/17
Beitrag „Wie Blogger die Uhrenbranche zum Boomen bringen“ auf Welt.de